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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

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Erfolgreiche Wasserversorgung in Ruanda

Bau einer Quellfassung.
© by: ADA/Robert Burtscher

Zwei besonders arme Gebiete konnten mit österreichischer Unterstützung mit sauberem Wasser versorgt werden.

Der Erfolg der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor Ruandas geht auf das gute Ergebnis eines Pilotprojektes zurück, das ab dem Jahr 2000 die Wasserversorgung der ruandischen Hauptstadt Kigali wesentlich ausbaute. Danach wurde Österreich besonders im ländlichen Raum des Landes aktiv. Rund 280.000 Menschen - das entspricht mehr als der Einwohnerzahl von Graz - haben heute in den zwei besonders armen Distrikten Nyamagabe und Nyaruguru Zugang zu sauberem Wasser. Drei Mal von Wien nach Linz könnte man gelangen, würde man die 450 km Wasserleitungen abfahren, die im Projektgebiet verlegt worden sind. Neben der Versorgung mit Wasser ist auch der Zugang zu Toiletten in Institutionen wie Schulen, Märkten und Gesundheitszentren besonders wichtig. So erhöhte die Errichtung von öffentlichen Toilettenanlagen mit insgesamt 400 Klos die Hygienebedingungen und die Gesundheitssituation vor Ort.

 

Mit Expertise zum Erfolg

© by: ADAv.l.n.r.: Emmanuel Hategekimana, Leiter des Energie- und Wasser­sektors im Infrastrukturminister­ium; Protais Nzeyimana, technischer Leiter des Wasser­fonds; Olivier Machiels, Programm­leiter Ländliche Entwicklung der EU-Delegation in Ruanda; Emma Francoise Isumbingabo, Ministerin für Wasser und Energie; Simone Knapp, Leiterin des Koordinations­büros der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit; Hans Schattauer, Wasserexperte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
© by: ADA

v.l.n.r.: Emmanuel Hategekimana, Leiter des Energie- und Wasser­sektors im Infrastrukturminister­ium; Protais Nzeyimana, technischer Leiter des Wasser­fonds; Olivier Machiels, Programm­leiter Ländliche Entwicklung der EU-Delegation in Ruanda; Emma Francoise Isumbingabo, Ministerin für Wasser und Energie; Simone Knapp, Leiterin des Koordinations­büros der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit; Hans Schattauer, Wasserexperte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Ermöglicht wurden die Maßnahmen durch einen Fonds, den die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit 2004 zur Finanzierung von ländlichen Wasserversorgungs- und Siedlungshygieneprojekten einrichtete. Nach einer intensiven Phase der Unterstützung durch österreichisches Know-how übernahm die ruandische Regierung 2007 dessen Verwaltung. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützte die Umsetzung der Projektvorhaben in Folge durch weitere technische Beratung seitens ihres Koordinationsbüros in Kampala/Uganda und assistierte beim Lukrieren einer Kofinanzierung des Fonds von 2,8 Millionen Euro durch die EU. 600.000 Euro steuerte die ruandische Regierung aus eigenen Budgetmitteln bei. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit brachte insgesamt 4,3 Millionen Euro für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung von Nyamagabe und Nyaraguru auf.

 

Frauen graben große Gräben in die Erde, um Wasserleitungen verlegen zu können.
© by: ADA/Robert Burtscher

Über 450 km Wasserleitungen wurden im Projektgebiet verlegt, unzählige Quellfassungen gegraben.

Mittlerweile kümmern sich private Betreiber unter öffentlicher Aufsicht um die Verwaltung der Wasserversorgungssysteme. Die Ausweitung der Maßnahmen auf das gesamte Land ist von der ruandischen Regierung ein klares Ziel, auch wenn die volle Finanzierung des Wasserfonds durch ruandische Budgetgelder und/oder andere Geber bisweilen noch nicht geklärt ist.

 

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