Gemeinsam grün wirtschaften
Die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit Österreichs unterstützt die Aktivitäten der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) im Bereich der ressourceneffizienten und sauberen Produktion im Jahr 2011 in drei Partnerländern mit insgesamt mehr als 1,2 Millionen Euro.
Lokale Kompetenzen stärken
In enger Zusammenarbeit mit der UNIDO wird im Rahmen des gemeinsamen Programms von UNIDO und UNEP zur Förderung der "Resource Efficient and Cleaner Production" (RECP) das industrielle Entwicklungspotential von Partnerländern gezielt ausgeschöpft und somit Wirtschaftswachstum angekurbelt. Dabei wird besonders auf ökologische Nachhaltigkeit geachtet. Unternehmen werden zu sparsamer Ressourcennutzung und umweltschonenden Produktionsmethoden angehalten. Um lokale Kompetenzen nachhaltig zu stärken, werden die Projekte in Zusammenarbeit mit lokalen Ministerien und Forschungsinstituten umgesetzt. Die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit Österreichs trägt mit der Förderung von Projekten und Programmen dieser Art zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen bei.
Sauber produzieren
In Mosambik fördert die multilaterale österreichische EZA ein auf vier Jahre ausgelegtes Projekt im Bereich des nachhaltigen Tourismus. Neben der Einrichtung sogenannter "Destination Managment Organizations" wird die Corporate Social Responsibility gefördert und die ökologische Bilanz der Zulieferfirmen verbessert. Das bedeutet, dass nicht nur die Hotels, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe, die mit den Hotels zusammenarbeiten, von diesem Projekt profitieren.
Zwei weitere Projekte mit langen Laufzeiten in Moldau und Serbien sollen einen wesentlichen Beitrag zur ressourceneffizienten und umweltfreundlichen Steigerung der Produktivitäts- und Wettbewerbsfähigkeit von Industriebetrieben leisten. Über die Ausbildung von ExpertInnen soll in Moldau ein Nationaler Produktionsplan für saubere Produktion umgesetzt werden. Unmittelbar soll das Programm moldawische Unternehmen, die Nahrungsmittel- oder Getränke herstellen oder im öffentlichen Dienst angesiedelt sind, bei der Verbesserung ihrer Produktivität und der sparsamen Verwendung von Ressourcen unterstützen. In Serbien sollen die durchgehende Berücksichtigung, Einführung und Umsetzung ressourcensparender und umweltfreundlicher Strategien, Methoden, Praktiken und Technologien durch die serbische produzierende Industrie gefördert werden, um insbesondere längerfristig die Chancen für den nationalen wie auch internationalen Marktzugang serbischer Güter zu erhöhen. Zusätzlich wird umweltbewussten UnternehmerInnen der Zugang zu "grünen" Krediten erleichtert.
Die multilaterale österreichische EZA hat bereits die anfänglichen Phasen der bisher sehr erfolgreichen Projekte in Mosambik und Serbien mit insgesamt 450.000 Euro unterstützt.
Weitere Informationen:
- Multilaterale Entwicklungszusammenarbeit von Österreich
- Umwelt und natürliche Ressourcen als Schwerpunkt der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
- Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit Moldau
- Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit Mosambik
- Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit Serbien









