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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Gesundheitsversorgung in großer Höhe

Bergige Landschaft in Nepal.
© by: ADA/Andrea Schmid

Ein Projekt von EcoHimal fördert Gesundheitsversorgung in entlegenen Regionen.

Ein Basisgesundheitsprojekt von EcoHimal im Hügelland von Solu Khumbu - das bis auf 3500 Meter hinaufreicht - erhielt im Oktober Besuch. Andrea Schmid, die Referatsleiterin der NRO Kooperation International der Austrian Development Agency (ADA), die das Projekt fördert, inspizierte das EcoHimal Gesundheitsprogramm in den Dörfern Pawai und Bakachol.

 

Andrea Schmid mit Blumenkranz beim Willkommens-Fest.
© by: ADA/Andrea Schmid

Die Besucherin wurde herzlich empfangen.

Es war ihre erste Erfahrung in diesem Land der kurzen Rollfelder und langen Wege. Engagiert und mit großer Neugier verfolgte die ADA-Mitarbeiterin die Projektaktivitäten und führte Gespräche mit den DorfbewohnerInnen. Mitglieder der Network Committees, dem Dachverband der insgesamt 20 Dorfkommittees, organisierten für sie zwei interessante Nachmittage, die ihr nicht nur einen Einblick in die dörfliche Lebenswelt gaben, sondern auch in die lokale Kultur. Natürlich wurde getanzt und gesungen und der Gast aus Österreich wurde mit Khattas und Blumenmalas sowie unzähligen Tikkas, den roten Punkten auf der Stirne, dekoriert. Die Zuneigung kannte schier keine Grenzen!

 

Schwerpunkt Wasser und Hygiene

Kinder am Brunnen.
© by: ADA/Andrea Schmid

Durch neue Brunnen sind die Wege zum Wasser kürzer geworden.

Nach weniger als zwei Jahren Projektlaufzeit ist in mehr als der Hälfte der Dörfer die Trinkwasserversorgung fertig gestellt. Für jeweils vier bis fünf Häuser gibt es einen Brunnen - und die weiten Wege zum Wasser sind deutlich kürzer geworden! Außerdem ist das Wasser jetzt frisch und sauber, da es direkt von Quellen kommt und es fließt an 365 Tagen im Jahr aus dem Wasserhahn. Die Toiletten - eine für jeden Haushalt - tragen zur Vermeidung von gefährlichen Krankheiten bei. Beobachtungen zeigen, dass sich in den Dörfern die Hygiene deutlich verbessert hat: Kinder sind sauberer und die Menschen waschen sich häufiger die Hände. Vor allem bei den Frauen finden die sogenannten "gender sensitive toilets" einen großen Anklang - ein eigener Bereich in den kleinen Toilettenhäuschen ist für die tägliche Körperhygiene vorgesehen. Somit müssen sich die Frauen nicht mehr öffentlich an den Wasserstellen waschen. In den kleinen Häuschen ist die notwendige Privatsphäre garantiert und die warmen Stunden des Tages können genutzt werden, um eine Dusche zu nehmen.

 

Gemeinsame Planung

Drei Frauen in bunter Kleidung sprechen miteinander.
© by: ADA/Andrea Schmid

Dorfgruppen treffen sich monatlich, um über die Entwicklung ihrer Dörfer zu sprechen.

Große Fortschritte wurden auch im Bereich Dorfentwicklung gemacht. Die Dorfgruppen treffen sich monatlich in den einzelnen Siedlungen und besprechen ihre Arbeit. Auch das Management der Klein-kreditprogramme für Frauen und Männer liegt völlig in den Händen der Dorfbevölkerung und funktioniert reibungslos. Meist werden die kleinen Summen für den Kauf von Hühnern oder Saatgut verwendet - somit ist ein Beitrag zur Einkommensförderung gewährleistet.


Aus: The Alpine-Himalayan Mailrunner 2/2011 / Elisabeth Mackner

 

Weitere Informationen: