Medien für Entwicklung
Medien spielen eine wichtige Rolle für die Demokratisierung Südosteuropas. Aber die Arbeitsbedingungen für kritische JournalistInnen in Südosteuropa sind alles andere als einfach. Decken JournalistInnen korrupte und kriminelle Strukturen auf, kann das zu gerichtlichen Strafverfolgungen führen oder andere Gefahren für den/die BerichtserstatterIn mit sich bringen. Ein weiteres Problem diesbezüglich ist die oftmals geringe Ausbildung der JournalistInnen. Unwissen führt nicht selten dazu, dass sich BerichterstatterInnen nicht trauen gegen Verletzungen von Pressefreiheit aufzutreten.
Pressefreiheit für Entwicklung
"Medienpluralismus, Medientransparenz und Medienunabhängigkeit sind essentielle Bestandteile für eine funktionierende Demokratie", betont Brigitte Öppinger-Walchshofer, die Geschäftsführerin der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. "Der Aufbau von Kapazitäten im Bereich Medien ist enorm wichtig für eine gute Regierungsführung und die nachhaltige Entwicklung eines Landes", so Öppinger-Walchshofer bei der Tagung "Medienentwicklung in Südosteuropa" in Wien. Von 15. bis 16. September 2010 diskutierten ExpertInnen aus der EU und Südosteuropa mit JournalistInnen über die Stereotypisierung durch Medien, ihre Rolle in Konflikten und Kriegen, sowie über eine adäquate Ausbildung von JournalistInnen.
Medienqualität und gute Regierungsführung
Die Konferenz wurde von SEEMO mit Finanzierung der Austrian Development Agency veranstaltet und ist Teil eines dreijährigen Projektes, dessen Ziel die Stärkung der Pressefreiheit und Demokratisierung in sieben Ländern Südosteuropas ist. Mittels Konferenzen und Forschungen soll in und zwischen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Moldawien, Montenegro und Serbien die Vernetzung von JournalistInnen gefördert und so die Arbeitsbedingungen in und die Qualität der Medien in Südosteuropa verbessert werden.








