Migration und Entwicklung in Einklang bringen
"Migration leistet einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele", betonte Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in ihrer Eröffnungsrede bei der internationalen Konferenz "Bridging the Gap" in Wien. Die Konferenz war Teil der europäischen CoMiDe-Initiative, die eine kohärente Migrations- und Entwicklungspolitik in Europa unterstützt. 140 ExpertInnen aus sieben afrikanischen wie europäischen Ländern diskutierten am 23. und 24. Jänner 2012 über Wechselwirkungen sowie die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen MigrantInnen-, Nichtregierungs- und staatlichen Organisationen.
Große Wirkung
"Geldüberweisungen von Migranten und Migrantinnen an Verwandte und Freunde in ihrer Heimat werden zu 60 Prozent für Lebensgrundlagen wie Nahrung, Behausung und Kleidung verwendet und investiert", veranschaulichte Öppinger-Walchshofer den engen Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung. MigrantInnen übermitteln neben Geld auch Werte wie gute Regierungsführung in ihre Herkunftsländer. Migration könne auch zur Stärkung sowie zu mehr ökonomischer und finanzieller Selbstständigkeit von Frauen führen. - Inhalte, die auch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit zu ihren Schwerpunkten zählt.
Kohärenter Ansatz
"Migrationspolitik und Entwicklungsziele müssen in Einklang gebracht werden", unterstrich in diesem Sinne Walter Posch, Direktor des VIDC/Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation, das die CoMiDe-Initiative federführend betreut. Die zwei Politikfelder nicht mehr getrennt voneinander zu behandeln, sondern Migration als Ergebnis der globalen Ungleichheiten zu betrachten, ist Ziel der Initiative.








