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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Nachwuchs fördern

Eine Klasse burmesischer StudentInnen.
© by: Gabriele Schaumberger
Zehn engagierte Studierende absolvierten die Ausbildung.

In Karenni State, dem kleinsten der sieben Staaten Burmas, wurden vor Kurzem zehn Studierende im Büromanagement, Berichtwesen und Computermanagement ausgebildet. In die jungen Studierenden wird viel Erwartung und Hoffnung gesteckt: Sie sollen Fachkräfte ersetzen, die von den Flüchtlingscamps an der burmesisch-thailändischen Grenze in die USA ausgewandert sind.

Schlüsselkräfte ausbilden

Rund 25.000 Flüchtlinge leben in Karenni State in Flüchtlingslagern. Über Jahre hinweg haben die BewohnerInnen der Lager einen funktionierenden Lebensalltag aufgebaut. Es gibt Schulen, Kliniken und Kindergärten. Das System droht allerdings durch die Auswanderung vieler qualifizierter Kräfte zu zerbrechen. In konstanter Zusammenarbeit mit den Basisorganisationen des Flüchtlingslagers wurde jetzt durch die österreichische Nichtregierungsorganisation "Burmahilfe" und die Karenni Community Development Organisation ein dreimonatiges Ausbildungsprogramm für Studierende abgehalten.

Praktisch arbeiten

Drei junge Männer arbeiten an Computern.
© by: Gabriele Schaumberger
Viele Fachkräfte wandern in die USA aus.

Ein Praktikum an den zukünftigen Arbeitsplätzen stellte sicher, dass das vermittelte Wissen sinnvoll einsetzbar ist. Durch die ausgebildeten jungen Menschen können wichtige Projekte der Region eigenständig und effektiv weitergeführt werden. Die AbsolventInnen arbeiten in Organisationen, die im Lager und im Landesinneren Aufklärungsarbeit zu Bildung, Gesundheit und Menschenrechten leisten. Somit profitieren nicht nur die BewohnerInnen der Flüchtlingslager, sondern auch die Menschen im Landesinneren Burmas von diesem Training.

Kritisch denken

Burmesische StudentInnen bei einer Gruppenarbeit.
© by: Gabriele Schaumberger
In Teamarbeit wurden Büromanagement und Computerskills erworben.

"Ohne Träume und Visionen sind wir nur Werkzeuge der Regierenden, und im Falle Burmas, der Militärjunta", lautete das Credo der Studierenden nach wenigen Tagen. Für die Ausbildnerin Gabriele Schaumberger von der "Burmahilfe" war es aber nicht einfach, der jungen Gruppe klarzumachen, wie wichtig kritisches Denken ist, um der grausamen Wirklichkeit eine Alternative entgegenzusetzen. "Das Training, das von der Austrian Development Agency finanziert wurde, war ein voller Erfolg", freut sich Schaumberger: "Es wurde vernetzt, Welten wurden überbrückt und ein Meilenstein für die Zukunft des Landes gelegt."

Weitere Informationen:

Mikroprojekte