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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Von der Forellenzucht bis zur Honigproduktion

Guatemaltekische Frauen vor einem Gewächshaus für Tomaten.
© by: ADA/Todeschini

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt KleinbäuerInnen in Zentralamerika.

Mit ganz konkreten Produktionsketten wie Forellenzucht, Tomatenanbau, Honigproduktion und Hühnerzucht zur Eierproduktion ist die Bevölkerung in vier guatemaltekischen Gemeinden bestrebt die lokale Wirtschaftsentwicklung voranzutreiben. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Bewohner der Gemeinden Sibinal, Ixchiguan, Cuilco und San Gaspar-Ixchil bei ihren eigenen witschaftlichen Initiativen.


Abgelegen im Hochland und der Grenze zu Mexiko lebt die überwiegende Mehrheit der Menschen in dieser Region als KleinstbäuerInnen von der Hand in den Mund. Jahrzehnte nach den bewaffneten Konflikten in den 1970er und 80er Jahren sind viele der meist indigenen Bevölkerung auf Überweisungen ihrer ausgewanderten Verwandten angewiesen. Der Boden ist durch Abholzung, erodiert und der Drogenhandel im Grenzgebiet führt immer wieder zu Spannungen.

 

Gemeinsam Verbesserungen planen

Gemeinsam mit guatemaltekischen Institutionen haben MitarbeiterInnen des Auftragnehmers der Austrian Development Agency "GOPA" nun Gemeindeentwicklungspläne erstellt, die die Wirtschaft der Region ankurbeln soll. Das Programm stärkt die Gemeindeverwaltungen dabei die Führungsrolle beim Aufbau eines 'wettbewerbsfähigen Territoriums' zu übernehmen und in den Gemeinden lokale Produktionssysteme zu verbessern. Als erste Maßnahmen dafür wird die Infrastruktur, wie etwa die Straßen, verbessert. Das und andere Dienstleistungen sollen den ökologischen Tourismus fördern. Außerdem wird - wie etwa bei der Honigproduktion in Cuilco - durch Weiterbildungen für die ProduzentInnen die Qualität der Produkte gesteigert. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Der Honig wird in die Schweiz exportiert und ist mit bis zu 400 SaisonarbeiterInnen der größte arbeitsschaffende Produktionssektor der Gemeinde.

 

Gendergerechte Entwicklung

Honigproduktion.
© by: ADA/Thiard-Laforet

Der Honig wird in die Schweiz exportiert.

Neben der Entwicklung neuer Einkommensstrategien im Tourismusbereich, der Stärkung von Produzentenvereinigungen und der Förderung von Mikro- und Kleinunternehmerinitiativen, wird großer Wert auf die ständige Einbeziehung der Bevölkerung in das Programm gelegt. Besonders die Mitsprache von Frauen wird gefördert.


"Ich bin stolz darauf, dass in unserer Gemeinde die Beteiligung der Frauen wichtig ist. Wir haben sogar ein Beratungsgremium von Jugendlichen, in dem Mädchen als Sprachrohr der jungen Frauen teilnehmen", betont Jerónimo Navarro, Bürgermeister von Ixchiguan, einer fortschrittlichen Gemeinde mit immerhin einer Frau im Gemeinderat. "Das ist wirklich außergewöhnlich in dieser Region", erklärt Navarro. Durch die Installierung eines Gemeindebüros zur Frauenförderung und die institutionelle Stärkung des sogenannten Genderkreises ergeben sich insbesondere für Frauen in Ixchiguan neue Möglichkeiten an Entscheidungen auf Gemeindeebene und auch an den lokalen Wirtschaftsinitiativen teilzunehmen.

 

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