Weitergabe von Wissen
Bei strahlend schönem Herbstwetter und gerade rechtzeitig zum Auftakt des FLOW Festivals - einem Kulturfestival der Donauanrainerstaaten mit dem diesjährigen Austragungsort Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau – wurde am Freitag, 17. September 2010, der neue Schulungsweinkeller der berufsbildenden Schule Nisporeni eröffnet.
Gemeinsam mit dem moldauischen Bildungsminister Leonid Bujor durchschnitten der Generalsekretär des Außenministeriums Johannes Kyrle, der Geschäftsführer von KulturKontakt Austria Gerhard Kowar, sowie der Leiter des Koordinationsbüros der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in der Republik Moldau, Michael Schieder, das rote Band.
Erster Schulungsweinkeller Moldaus
Der Schulungsweinkeller ist der erste seiner Art an einer moldauischen Schule. Er bietet SchülerInnen die Möglichkeit im theoretischen und praktischen Zyklus die Weinproduktion zu erlernen. Der Weinkeller ist im Rahmen eines Berufsbildungsprojekts der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit an der landwirtschaftlichen Fachschule Nisporeni errichtet worden. Durch dieses Vorhaben, welches auch vom moldauischen Bildungsministerium und KulturKontakt Austria finanziert wird, wird jungen MoldauerInnen das nötige Wissen in landwirtschaftlicher Betriebsführung vermittelt.
Das Projekt will neue Rahmenbedingungen in der landwirtschaftlichen Bildung schaffen, welche bis vor kurzem noch zu sehr auf die früheren Großbetriebe ausgerichtet waren. Die berufsbildenden Schulen Nisporeni und Leova sollen zu Kompetenzzentren für regionale Aus- und Weiterbildung im ländlichen Raum werden und Know-how in Sachen Wein- und Pflanzenanbau sowie Imkerei weitergeben. Ein wichtiges Unterfangen: rund 50 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung Moldaus sind in der Landwirtschaft tätig. Allerdings existiert ein starkes Ungleichgewicht zwischen der Abhängigkeit Moldaus vom landwirtschaftlichen Sektor und der Entlohnung in diesem Bereich: der Verdienst liegt bei lediglich 30 Euro im Monat.
Österreich und Moldau
Österreich unterstützt die ehemalige Sowjetrepublik Moldau und orientiert sich in der Zusammenarbeit mit dem Land an der strategischen Ausrichtung des EU-Aktionsplans im Rahmen des Nachbarschaftsinstruments. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) will vor allem dazu beitragen Armut zu mindern und im ländlichen Raum neue Perspektiven zu schaffen. Seit 2004 ist die Republik Moldau Schwerpunktland der OEZA. Die österreichischen Aktivitäten in Moldau konzentrieren sich dabei auf Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie den Bereich Wirtschaft und Beschäftigung mit Fokus auf Berufsbildung.









