Wissen schafft Entwicklung
"The master's tools will never dismantle the master's house: Warum und zu welchem Ende studieren wir Internationale Entwicklung?" Mit diesem Thema beschäftigt sich Hanna Hacker in ihrer Antrittsvorlesung als Professorin für Sozial- und Kulturwissenschaftliche Entwicklungsforschung an der Universität Wien. Hanna Hacker übernimmt damit die von der Austrian Development Agency (ADA) bis 2016 geförderte Stiftungsprofessur am Institut für Internationale Entwicklung.
Große Herausforderungen
"Die Wissensdynamik an den Universitäten wird weiter zunehmen, während wir vor großen globalen gesellschaftlichen Herausforderungen stehen", betont Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency in ihrer Begrüßungsrede. Wissenschaft müsse allein deshalb in einem internationalen Rahmen betrieben werden. Das Studium der Internationalen Entwicklung, das bei den Studierenden breiten Zulauf finde, passe gut in eine solche Strategie.
Wichtiges Zusammenspiel von Theorie und Praxis
"Wir von der Austrian Development Agency wissen um die weltweiten Herausforderungen aus der langjährigen Praxis unserer Arbeit. Diese Praxis immer wieder auch kritisch zu hinterfragen und zu überprüfen ist ebenso wichtig wie das Weitergeben praktischer Erfahrungen an den modernen universitären Wissensbetrieb", so Öppinger-Walchshofer weiter.
Die Finanzierung einer Stiftungsprofessur am Institut für Internationale Entwicklung für sechs Jahre bringt die Bedeutung, die die ADA dem Studiengang für die Weiterentwicklung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit beimisst, zum Ausdruck.
Ein nunmehr personell gestärktes Institut soll zur Strukturierung der bestehenden und zur Herausbildung einer zukünftigen "Academic Community" beitragen. Die StudienabgängerInnen verfügen neben umfassenden allgemeinen Kenntnissen des Gegenstands auch über spezifisches Wissen in unterschiedlichen entwicklungsrelevanten Bereichen.
Das Studium der Internationalen Entwicklung soll durch den Beitrag der Austrian Development Agency noch mehr als bisher in seiner inhaltlichen und didaktisch-methodischen Ausrichtung der Dynamik der internationalen Entwicklungspolitik Rechnung tragen können. Diese ist durch eine verstärkte Multilateralisierung, eine zunehmend erforderliche Abstimmung und Koordinierung der Aktivitäten nationaler und internationaler Akteure und durch wachsende Eigenverantwortung der Partnerländer geprägt.










