Establishing safe water disposal in the town of Cantemir - Moldova - OEZA



Contract partner: SADE-CGTH & VWS Romania Country: Moldau Funding amount: € 800.000,00 Project start: 07.12.2017 End: 06.12.2021

Short Description:

Overall goal


Das übergeordnete Ziel der Delegierten Kooperation zwischen der EU und ADA ist es, zur Entwicklung ländlicher Regionen in Moldau beizutragen. Dies erfolgt über folgende zwei Teil-Projekte:

• TEIL I (Soja): Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Agri-Food-Sektors (mit besonderem Fokus auf die Soja-Wertschöpfungskette).

• TEIL II (Cantemir): Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Siedlungshygiene in ländlichen Regionen in Moldau mit dem Fokus auf Verbesserung der Siedlungshygiene in der Stadt Cantemir.


Die ADA wird für TEIL I (Soja) mit einem Konsortium bestehend aus Donau Soja und Pro Didactica sowie für TEIL II (Cantemir) mit Werkvertragsnehmern für Bau-, Liefer- und Beratungsdienstleistungen zusammenarbeiten.


Expected results


TEIL I (Soja): (1) Die Kapazitäten hinsichtlich Innovationsfähigkeit und Ausbildung in der Landwirtschaft sind gestärkt. (2) Der Zugang für moldauische Agri-Food-Produkte (insbesondere Soja) zu lokalen, regionalen und internationalen Märkten ist verbessert. (3) Qualitätsstandards und Zertifizierungen tragen zur Leistungssteigerung von Soja-Wertschöpfungsketten bei. (4) Gesetzliche Rahmenbedingungen für Qualitätssysteme im Agri-Food- und Soja-Sektor sind gestärkt und ein nationaler Aktionsplan für Soja-Wertschöpfungsketten liegt vor.


TEIL II (Cantemir): (1) Ein funktionstüchtiges Abwassersystem bestehend aus rehabilitiertem und erweitertem Kanalnetz sowie einer Kläranlage. (2) Nutzung der Optimierungsmaßnahmen des Trinkwassersystems. (3) Ein nachhaltiger Betrieb und entsprechende Instandhaltung der Wasserversorgung und Siedlungshygiene durch gestärkte Verwaltungskapazitäten des Wasserwerkes ApaCanal.


Target group / Beneficiaries


TEIL I (Soja): Die Zielgruppe umfasst 300 Soja-ProduzentInnen, 4 Sammelstellen, 15 Lebens- und FuttermittelproduzentInnen, das moldauische Center of Excellence für Gartenbau und landwirtschaftliche Technologien sowie 6 berufsbildende Schulen. Von Kapazitätsentwicklung werden zudem auch 4 staatliche Institutionen, Forschungsinstitute sowie Zertifizierungs- und Kontrollstellen profitieren. Zudem haben auch 550 Angestellte entlang der Wertschöpfungskette, 150 Lehrkräfte bzw. Mitglieder der Verwaltungen der teilnehmenden Schulen sowie 150 SchülerInnen einen direkten Vorteil aus dem Projekt.

Indirekt werden zudem Saatguthersteller, Händler, öffentliche Agrar-Beratungsstellen, Bauernverbände, Umweltorganisationen sowie Lehrkräfte, Schulverwaltungen und SchülerInnen weiterer berufsbildender Schulen begünstigt werden. Auch mehrere tausend KonsumentInnen werden indirekt durch das Projekt erreicht werden.


TEIL II (Cantemir): Die Zielgruppe umfasst die Bevölkerung der Stadt Cantemir. Derzeit leben ca. 3400 Menschen direkt in der Stadt Cantemir. Maßnahmen, welche die Trinkwasserversorgung betreffen, erreichen auch Menschen in den umliegenden Dörfern Iepureni, Porumbesti und Cania, da diese zum Teil schon derzeit ans Wasserversorgungsnetz angeschlossen sind. Direkte Begünstigte sind insbesondere auch MitarbeiterInnen des Wasserwerkes ApaCanal, die in den Genuss von Kapazitätsentwicklungsmaßnahmen kommen. Die Stadt Cantemir strebt an, das geplante Wasser- und Abwassersystem in Cantemir als Vorzeigeprojekt in der Region zu nützen, um in Zukunft auch andere Städte in der nachhaltigen Wasserversorgung und Siedlungshygiene unterstützen zu können.


Activities


TEIL I (Soja): Folgende Aktivitäten sind zur gezielten Kapazitätsentwicklung und zur systematischen Entwicklung des Agri-Food- bzw. Soja-Marktes in Moldau geplant:

• Modernisierung und Pilotierung der Curricula und Lehrmaterialien für die Ausbildung von Fachkräften in der Landwirtschaft in Abstimmung mit dem Bildungsministerium;

• Trainings für Lehrkräfte und Schulverwaltungen vom Center of Excellence und den 6 berufsbildenden Schulen mit Fokus auf die Einführung von Qualitätsstandards in der (Bio-)Landwirtschaft;

• Vermittlung von theoretischem und praktischem Wissen für SchülerInnen sowie Schaffung eines positiven Image von Arbeit in der Landwirtschaft;

• Beratungsleistungen und Trainingsangebote für Akteure entlang der Wertschöpfungskette für Verbesserungen im Soja-Anbau bzw. in der Verarbeitung (inkl. climate smart agricultural practices);

• Verbesserung des Marktzugangs und Erhöhung der Nachfrage nach zertifizierten und biologischen Agri-Food-Produkten auf nationalen und internationalen Märkten;

• enge Zusammenarbeit mit Bildungs- bzw. Landwirtschaftsministerium und anderen Behörden;

• Etablierung des Donau Soja Standards und eines strengen und verlässlichen Kontroll- und Zertifizierungssystems;

• Einführung von EU-Qualitätsstandards bzw. Annäherung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Moldau an EU-Standards für (Bio-)Landwirtschaft;

• Förderung der Bio-Landwirtschaft generell und des Bio-Soja-Anbaus im Speziellen;

• Marktentwicklung und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung zu Qualitätssoja und Bio-Erzeugnissen.


TEIL I ist zudem eine komplementäre Maßnahme bzw. Vertiefung der Moldau-Komponente der regional aufgesetzten Strategischen Partnerschaft mit Donau Soja, welche den Aufbau von nachhaltigen Wertschöpfungsketten für gentechnikfreies Soja und biologisch angebautes Soja in Bosnien und Herzegowina, Serbien, Moldau und Ukraine unterstützt. Während es eine klare administrative Trennung dieser Intervention von der Strategischen Partnerschaft mit Donau Soja gibt, können auf inhaltlicher Ebene sinnvolle Synergien genützt werden.


TEIL II (Cantemir): Folgende Aktivitäten sind zur Erreichung einer nachhaltigen und inklusiven Siedlungshygiene und Trinkwasserversorgung in der Stadt Cantemir geplant:

1. Technische Projektumsetzung

• Vergabeverfahren und Vertragsschließung für Bau-, Liefer- und Beratungsleistungen;

• Erstellung von Planungsunterlagen;

• Beräumungsmaßnahmen für den Bau der Kläranlage sowie Begutachtung und Reinigung des bestehenden Kanalnetzes;

• Rehabilitierung und Erweiterung des Kanalnetzes;

• Bau der Kläranlage;

• Vertragsmanagement und Bauaufsicht;

• Übernahme der Werke mit Unterstützung der Bauaufsicht;

• Auditierung der Lieferungen und der gebauten Infrastruktur;

• Inbetriebnahme der Abwasserinfrastruktur.


2. Kapazitätsentwicklung

• Erstellung eines Plans zur Kapazitätsentwicklung;

• Stärkung und Entwicklung von Kapazitäten und Strukturen für das Management der Abwasserinfrastruktur, Verbesserung des Betriebs- und Wartungssystems der Wasserversorgung;

• Prüfung und Beratung bezüglich eines Tarif- und Verrechnungssystems, das eine nachhaltige und sozialgerechte Wasserversorgung und Siedlungshygiene ermöglicht;

• Unterstützung in der Vorbereitung der Einreichung einer neuen Tarifgestaltung bei der Tarifregulierungsbehörde (ANRE);

• Überprüfung und Erneuerung des Finanzierungskonzeptes;

• Bewusstseinsbildende Maßnahmen für die Bevölkerung um die Einhaltung der Rechenschaftspflichten der Behörden und des Wasserwerks sowie Umweltschutz, Gendergerechtigkeit und Soziale Inklusion im Wassersektor zu stärken.


Context


Diese delegierte Kooperation in der Republik Moldau basiert auf dem „EU Annual Action Programme zur Entwicklung ländlicher Regionen in Moldau 2016“; die Mittel dafür stammen aus dem Europäischen Nachbarschaftsinstruments (ENI).


Das Management der Delegierten Kooperation obliegt einem Team, das sich aus ExpertInnen in der ADA Zentrale, im Koordinationsbüro in Chisinau und in einer zu errichtenden dreiköpfigen Projektimplementierungseinheit (Projektbüro) in Chisinau zusammensetzt.

Das Projektbüro in Chisinau hat unter Aufsicht der Leitung des ADA-Koordinationsbüros die Verantwortung für die Überwachung der Umsetzung durch die Implementierungspartner, für die allgemeine Koordinierung sowie für die Erreichung der erwarteten Resultate.

Die ADA-Zentrale in Wien ist für die Qualitätssicherung und Supervision der Projektumsetzung (inhaltlich und finanziell) verantwortlich. Da die Delegierte Kooperation aufgrund der beiden Teil-Projekte in die Zuständigkeit der Referate „Wirtschaft & Entwicklung“ (Soja) und „Länder & Regionen“ (Cantemir) fällt, ist eine laufende und besonders enge Abstimmung zwischen den beiden Referaten sowie mit der ADA-Struktur in Chisinau erforderlich.


Für TEIL I des Vorhabens (Soja) wird das Steering Committee – bestehend aus EU Delegation/Moldau, ADA (vertreten durch das ADA-Koordinationsbüro Chisinau, bei Bedarf Teilnahme durch ADA-Zentrale) bzw. den Konsortialpartnern Donau Soja und Pro Didactica – halbjährlich zusammentreffen. Zudem wird halbjährlich das Advisory Board einberufen werden, welches zusätzlich zu den Mitgliedern des Steering Committee auch das Landwirtschaftsministerium, das Bildungsministerium sowie weitere Akteure im Sektor umfassen wird.


Für TEIL II des Vorhabens (Cantemir) wird es ein Steering Committee geben, welches mindestens halbjährlich zusammenkommt. Das Steering Committee setzt sich zusammen aus VertreterInnen der Stadt Cantemir, dem Raion-Rat Cantemir, dem zuständigen moldauischen Fachministerium, der EU-Delegation und der ADA (vertreten durch das ADA-Koordinationsbüro Chisinau, bei Bedarf Teilnahme durch ADA-Zentrale).


Als indirekte Kosten und somit Abgeltung für den administrativen Aufwand der ADA konnten 7% der EU-Finanzierung ausverhandelt werden.


Im FMS wird die Budgetaufteilung folgendermaßen erfolgen:

6541-00-2017 (Soja & Cantemir Projektmanagement und Technische Assistenz, EU-Mittel): EUR 1.506.477,- (inkludiert: ADA-Personalkosten, ADA-Reisekosten, ADA-Büro- und laufende Kosten, 7% Admin-Abgeltung)

6541-01-2017 (TEIL I Soja, direct interventions, EU Mittel):EUR 2.338.500,-

6541-02-2017 (TEIL II Cantemir, direct interventions, EU Mittel): EUR 4.355.023,-

6541-03-2017 (TEIL II Cantemir, direct interventions, ADA-Mittel): EUR 800.000,-


Zusätzlich zu den 9 Mio. EUR unter der Delegierten Kooperation werden für den TEIL II (Cantemir) folgende Projekte angelegt werden:

6541-04-2017 (Cantemir, Inception Study): EUR 34.600,-

6541-05.2017 (Cantemir, Tender Agent, local Lawyer): EUR 165.400,-

project number 6541-03/2017
source of funding OEZA
sector Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
tied
modality Project-type interventions
marker Environment: 1, Climate change mitigation: 1, Climate change adaptation: 1, Gender: 1, Democracy: 1, Trade: 1
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.