HIV/AIDS Prävention und Unterstützung in postsowjetischen Ländern



Contract partner: Österreichische Caritaszentrale (ÖCZ) Country: Zentralasien, regional/länderübergreifend Funding amount: € 150.000,00 Project start: 01.07.2016 End: 30.06.2019

Short Description:

Overall goal


Ziel des Projekts ist HIV/AIDS-Prävention durch bewusstseinsbildende Maßnahmen in Armenien, Georgien und der Ukraine mit einem besonderen Augenmerk auf Jugendliche. Sozial benachteiligten Personen wird der Zugang zu Diagnose und psychosozialer Unterstützung ermöglicht.


Expected results


1. Wissen und Fähigkeiten: Die Zielgruppen (Jugendliche, ArbeitsmigrantInnen, Binnenflüchtlinge, führende Persönlichkeiten / VertreterInnen von lokalen Gemeinden und Kirchen) verfügen über gesteigertes Wissen und Bewusstsein zum Thema HIV/AIDS und HIV-Risiken.

2. Verhalten: Die Menschen sind fähig, sich und andere vor einer Infektion zu schützen; Risikogruppen lassen sich auf AIDS testen; Infizierte nehmen existierende Angebote in Anspruch.

3. Anwaltschaft und gemeinsames „staatenübergreifendes“ Lernen: Die Partnerorganisationen aus den drei Ländern verfügen über die erforderlichen Fähigkeiten, um aktiv für die Interessen von Risikogruppen/Menschen mit HIV/AIDS einzutreten.


Target group / Beneficiaries


Die Hauptzielgruppen in diesem Projekt sind 8.500 Jugendliche und junge Menschen (davon 200 mit HIV/AIDS Infizierte), die mit den Maßnahmen erreicht werden sollen, sowie 100 besonders bedürftige Familien mit HIV/AIDS infizierten Kindern, etwa 800 bis 1.200 MigrantInnen und deren Familien aus 10 lokalen Gemeinden, 90 VertreterInnen von lokalen Gemeinden und Kirchen aus 30 Communities sowie MitarbeiterInnen der lokalen Partnerorganisationen. Mindestens 40 Prozent der Begünstigten sind weiblich, darunter befinden sich besonders bedürftige Personengruppen, wie Schwangere und Alleinstehende. Weiters sollen 100 lokale zivilgesellschaftliche Organisationen und Institutionen, die im Bereich HIV/AIDS tätig sind, mit dem Projekt direkt erreicht werden.


Activities


Im Bereich „Knowledge & Skills“ steht die Bewusstseinsbildung von Jugendlichen im Mittelpunkt. Dabei werden die jungen Menschen aktiv in den Prozess miteingebunden: Durch „peer-to-peer“ Austausch geben sie ihr Wissen an Gleichaltrige weiter. Der "Club of Activists" versammelt die aktivsten Jugendlichen, die ihrerseits öffentliche Events in ihren Gemeinden organisieren. Zentral sind auch die jährlichen Veranstaltungen am „AIDS Memorial Day“ im Mai und dem „International AIDS Day“ im Dezember, die von Jugendlichen in allen drei Ländern organisiert und unter Einbeziehen sozialer Medien zeitgleich stattfinden werden. In Armenien werden darüber hinaus auch (potenzielle) MigrantInnen sensibilisiert, da letztere zur Risikogruppe zählen.

Der Bereich „knowledge transmitted into behaviour“ macht den nächsten logischen Schritt – die Menschen bekommen Angebote sich testen zu lassen (Stichwort: „mobile rapid testing“). Menschen mit HIV/AIDS werden an entsprechende Kooperationspartner weitergeleitet bzw. erhalten auch konkrete psychologische und materielle Unterstützung durch die Caritas (Ukraine).

„Adovcacy & joint learning“ setzt den Rahmen für dieses länderübergreifende Projekt: Caritas Odessa und Caritas Armenien setzen die konkreten Angebote für die Zielgruppe um; die georgische Expertenorganisation Tanadgoma begleitet sie dabei während der gesamten Projektdauer. Zu Beginn des Projekts gibt es ein Kick-off-meeting in Georgien, bei welchem gemeinsam Advocacy-Strategien, sowie Methoden und Materialien zur Sensibilisierung für Armenien und die Ukraine entwickelt werden. Regelmäßiger Austausch (real und digital) ist fixer Bestandteil des Projektes. Am Ende des Projekts werden als Resultat eines Systematisierungsprozesses die besten Sensibilisierungs- und Advocacy-Methoden für den postsowjetischen Raum in den drei Landessprachen veröffentlicht und allen relevanten Stakeholdern zugänglich gemacht.


Context


Die Verbreitung von HIV/AIDS stellt für viele Länder der ehemaligen Sowjetunion nach wie vor eine große Herausforderung dar. Während laut UNAIDS die Anzahl der Neuinfektionen weltweit seit 2000 um 35 Prozent gesunken ist, ist sie in der Region Osteuropa und Zentralasien zwischen 2000 und 2014 um 30 Prozent gestiegen. In den Projektländern wissen mehr als die Hälfte der (geschätzten) Betroffenen nichts von ihrer HIV-Infektion.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 50 Prozent.

project number 8108-08/2016
source of funding OEZA
sector Bevölkerungspolititk/-programme und reproduktive Gesundheit
tied 0
modality Project-type interventions
marker
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.