Promoting integrated approaches to animal health and plant protection in Abkhazia



Contract partner: Action Against Hunger Spain Country: Georgien Funding amount: € 700.000,00 Project start: 01.10.2017 End: 31.12.2019

Short Description:

Overall goal


Das Ziel des vorliegenden Projekts ist es, die Tiergesundheit und das Pflanzenschutzmanagement durch die verantwortlichen Stellen der de-facto Regierung Abchasiens sowie den Zugang zu Dienstleistungen in diesen Bereichen zu verbessern.


Expected results


Die erwarteten Ergebnisse des Projekts sind:

1. Die Veterinärmedizinische und die Pflanzenschutzbehörde leisten professionelle und gezielte Unterstützung für LandwirtInnen

2. Die erforderlichen Systeme für Assessment, Monitoring und Kontrolle im Bereich Pflanzenschutz sind eingerichtet und operationell

3. Information und Bewusstsein über Tiergesundheit bzw. Pflanzenschutz sind für die Bauern verfügbar


Target group / Beneficiaries


Direkte Begünstigte des Projekts sind 44 MitarbeiterInnen des de-facto Landwirtschaftsministeriums und seiner lokalen Zweigstellen, des Pflanzenschutzdienstes, des Umweltinstituts und der Tiermedizinischen Behörde.

Die Trainings und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung im Bereich Tiergesundheit und integrierte Schädlingsbekämpfung kommen rund 6.420 BäuerInnen in den Zielgebieten des Projekts zugute. Zu den potentiellen Begünstigten gehören u.a. ethnische GeorgierInnen (RückkehrerInnen) sowie AbchasInnen, ArmenierInnen und RussInnen.


Activities


Die Projektmaßnahmen umfassen in erster Linie folgende Aktivitäten:

Trainings/Workshops zur koordinierten Seuchen- bzw. Schädlingsbekämpfung; Unterstützung einer effektiveren Interaktion von tiermedizinischen Dienstleistern; Bereitstellung von Diagnose- und Behandlungsinstrumenten für tiermedizinische Behörden in den Bezirken;

Entwicklung und Implementierung von Monitoringsystemen für die Schädlingsbekämpfung; Erhebung der Auswirkungen von Schädlingsbefall auf Erträge und Training des Personals des de-facto Landwirtschaftsministeriums; Entwicklung eines Alarmsystems für Schädlingsbekämpfung mit Echtzeitinformation an Bauern;

Bewusstseinsbildung in den Gemeinden zur Verbesserung veterinärmedizinischer Leistungen; Workshops zur Bewusstseinsbildung über moderne Schädlingsbekämpfungsmethoden; Einrichtung von Vorführgeländen zu Tiergesundheitsfragen bzw. für die Schädlingsbekämpfung.


Context


Die abchasische Wirtschaft ist vom Konflikt und der ungelösten Statusfrage der Region stark beeinträchtigt. Die südöstlichen Bezirke sind von Armut stärker betroffen als die nördlichen Teile Abchasiens. Die Wirtschaft basiert hier im Wesentlichen auf Anbau, Verarbeitung und Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die Bauernhöfe sind überwiegend Subsistenzwirtschaften mit einer durchschnittlichen Größe von 0,5 Hektor pro Hof.

Gezüchtet werden vor allem Haselsträucher und Zitrusgewächse; daneben werden auch Äpfel, Dattelpflaumen, Kiwis sowie Erdäpfel und Mais angebaut und es wird Viehwirtschaft betrieben. Die meisten Produkte dienen der Deckung des Eigenbedarfs oder werden direkt an lokale Händler verkauft. Haselnüsse und Zitrusfrüchte werden jedoch auch nach Georgien oder Russland weiterverkauft.

In den letzten Jahren war die Haselnussernte stark von der Invasion der Marmorierten Baumwanze beeinträchtigt, wodurch es bei den Erträgen zu hohen Einbußen kam. Als Allesfresser ist das Insekt auch eine Gefahr für Zitrusfrüchte, Äpfel oder Mais und wird als Bedrohung für die Lebensgrundlage der ländlichen Bevölkerung angesehen.

Als größte Gefahr für die Haselnussproduktion gilt jedoch die Haselnuss-Knospengallmilbe, deren Befall zu schweren wirtschaftlichen Schäden führt.

Die Viehzucht in der Region ist potentiell stark vom Ausbruch von Seuchen bedroht, v.a. wegen des geringen Wissensstands in Tierhaltungsfragen. Aufgrund mangelnder Kenntnisse der Bauern in puncto Tiergesundheit und der verbreiteten Anwendung traditioneller Zuchtmethoden ist die Produktivität der Tiere rückläufig.

Die Einführung moderner Praktiken und effektiver sowie integrierter Methoden in den Bereichen Tiergesundheit und Schädlingsbekämpfung ist erforderlich, um die Resilienz der betroffenen Gemeinden gegen externe Schockereignisse zu stärken und ihre Lebensgrundlage zu sichern.

project number 8351-00/2017
source of funding OEZA
sector Landwirtschaft
tied
modality Project-type interventions
marker Environment: 1, Climate change adaption: 1, Desertification: 1, Gender: 1, Poverty: 2
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.