Selbstermächtigung von Frauen und gerechter Zugang zur Gesundheitsversorgung in Assosa Woreda



Contract partner: Österreichisches Rotes Kreuz Country: Äthiopien Funding amount: € 300.000,00 Project start: 01.11.2018 End: 30.04.2021

Short Description:

Overall goal


Das Projekt zielt darauf ab, in Assosa Woreda (Region Benishangul Gumuz, Äthiopien) Genitalverstümmelung und andere schädliche traditionelle Praktiken durch kulturell-sensitive Bewusstseinsbildung zu reduzieren, sowie die Selbstermächtigung von Frauen und den gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung zu stärken. (Beitrag zu SDGs 3, 5, 6, 17 und EU GAP II Objectives 7, 9)


Expected results


Resultat 1: In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Regierungsbüro für Angelegenheiten von Frauen und Kindern wird an den Schulen von vier Bezirken eine kulturell und gender-sensible Aufklärungskampagne über Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) und andere schädliche traditionelle Praktiken (HTP) durchgeführt. Außerdem werden „Menstrual-Hygiene Kits“ an Schülerinnen ausgegeben und an vier Schulen permanente „Gender Clubs“ eingerichtet. Um breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen, wird eine Radio-Kampagne durchgeführt und die Koordination zwischen den Behörden und den Gemeinden gestärkt.

Resultat 2: Durch die Sicherstellung von sauberen Wasser und verbesserter Sanitäranlagen für ein Gesundheitszentrum, die Verbesserung der Ausstattung der Gesundheitsposten in den Dörfern, den Ankauf eines Rettungsfahrzeugs und die Ausbildung von medizinischem Personal soll der Zugang und die Qualität der medizinischen Versorgung für Frauen verbessert werden.

Resultat 3: Die Kapazitäten des Äthiopischen Roten Kreuzes in den Bereichen gender-sensitive Programmplanung, FGM und Frauengesundheit werden gestärkt, um eine nachhaltige institutionelle Verankerung des Bewusstseins für Genderfragen und Frauenrechte zu gewährleisten.


Target group / Beneficiaries


Insgesamt werden 1.153 SchülerInnen sowie 13.000 EinwohnerInnen bezüglich FGM sensibilisiert. Vom besseren Zugang zu sauberem Wasser, verbesserten Sanitäranlagen und Gesundheitsdienstleistungen profitieren ca. 18.000 PatientInnen im Einzugsgebiet von 4 Gesundheitszentren. Darüber hinaus werden 40 Freiwillige und MitarbeiterInnen an Qualifizierungsmaßnahmen wie Trainings und an Koordinationstreffen zwischen Rotkreuzregionalbüros, NGOs, Behörden und anderen Schlüsselakteuren teilnehmen.


Activities


Aufklärungskampagne über FGM und andere schädliche traditionelle Praktiken; Radio-Kampagne; Verteilung von „Menstrual-Hygiene Kits“ an Schülerinnen und Einrichtung von „Gender Clubs“ an vier Schulen; Stärkung der Koordination zwischen Behörden und Gemeinden; Finanzierung für 3 kleinere lokale Initiativen gegen FGM; Sicherstellung von sauberem Wasser und verbesserten Sanitäranlagen für ein Gesundheitszentrum, Verbesserung der Ausstattung von Gesundheitsposten, Ankauf eines Rettungsfahrzeugs, Trainings für 8 Health Extension Workers; Stärkung von 40 Freiwilligen und MitarbeiterInnen des Äthiopischen Roten Kreuzes in gender-sensitiver Programmplanung, HTP/ FGM und Frauengesundheit, Koordinationstreffen zwischen Rotkreuz-Regionalbüros, NGOs, Behörden und anderen Schlüsselakteuren.


Context


Benishangul-Gumuz ist eine ländlich geprägte Region an der Grenze zum Sudan, in der gesundheitsschädigende traditionelle Praktiken stark verbreitet sind. Weibliche Genitalverstümmelung ist insbesondere in der eingesessenen Ethnie der Berta, die in der Umgebung der Hauptstadt Assosa siedelt, als gesellschaftlich-kulturelles Problem tief verwurzelt. Schätzungen zufolge sind etwa 63% der Frauen und Mädchen davon betroffen. Um diese und andere schädliche Praktiken, die offiziell zwar schon verboten sind, zu beenden ist ein gesellschaftlicher Wandel unabdingbar. Damit steht die Überwindung von FGM und anderer Praktiken in Verbindung mit der Einforderung der Rechte der Frauen und die Stärkung ihrer gesellschaftlichen Position.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 89,55 Prozent.

project number 2833-06/2018
source of funding OEZA
sector Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
tied 0
modality Project-type interventions
marker Gender: 2, Reproductive health: 2
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.