Strategische Partnerschaft LIGHT FOR THE WORLD 2018-2022: „Inclusive Sofala“ - Inklusion in Mosambik



Contract partner: LIGHT FOR THE WORLD International - Organisation for inclusive development/Organisation für inklusive Entwicklungszusammenarbeit Country: Mosambik Funding amount: € 1.700.000,00 Project start: 01.01.2018 End: 31.12.2022

Short Description:

Overall goal


Das Ziel der Strategischen Partnerschaft „Inclusive Sofala“ ist es, eine inklusive Gesellschaft in Mosambik zu fördern, in welcher Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes und möglichst eigenständiges Leben führen und ihre grundlegenden Menschenrechte verwirklichen können. LIGHT FOR THE WORLD arbeitet mit einer Vielzahl lokaler staatlicher und zivilgesellschaftlicher Partner zusammen, um die dafür nötigen strukturellen und gesellschaftlichen Veränderungen anzukurbeln. Das Programm „Inclusive Sofala“ leistet somit vor allem einen Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung SDG 3 (Gesundes Leben) und SDG 4 (Bildung) durch die geplanten Aktivitäten im Bereich Gemeindenahe Rehabilitation und inklusive Bildung. Durch den Zugang von Menschen mit Behinderung zu grundlegender Gesundheitsversorgung und Grundbildung trägt das Programm vor allem zur Erreichung der Unterziele 3.8. (allgemeine Gesundheitsversorgung) und 4.5. (gleichberechtigen Zugang der Schwachen in der Gesellschaft zu Bildung) bei. Indirekt und mit Blick auf die Intersektionalität der SDGs werden durch das Programm jedoch auch wichtige Impulse zur Armutsbekämpfung (SDG 1), Geschlechtergleichstellung (SDG 5), menschenwürdigen Arbeit (SDG 8) und Verringerung von Ungleichheiten (SDG 10) gesetzt.


Expected results


Durch das Programm werden jährlich rund 3.500 Menschen mit Behinderungen Zugang zu Rehabilitationsleistungen haben und rund 840 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen die Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen oder eine Ausbildung zu absolvieren. Die technischen Fähigkeiten der Regierungsbeamten von zehn Regierungsbehörden (Distrikt, Provinz- und Nationale Ebene) werden verbessert mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen in den diversen Regierungsprogrammen sichtbar zu machen. Ferner profitieren durch das Programm rund 320 MitarbeiterInnen des Bildungssystems (DirektorInnen und LehrerInnen) von mehr Fachexpertise zur Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Das Programm ermöglicht MitarbeiterInnen von rund zehn Hilfsorganisationen und anderen „Mainstream“ Partnern ein möglichst umfassendes Wissen zu „disability mainstreaming“ innerhalb ihrer Entwicklungsprogramme zu erlangen und dieses auch in der Praxis anzuwenden.


Target group / Beneficiaries


Direkte Zielgruppen dieses Programms sind Menschen mit Behinderungen in Mosambik (mit speziellem Augenmerk auf die Provinz Sofala), insbesondere diejenigen, die von Armut betroffen sind, sowie ihre Familien bzw. Betreuungspersonen. Ein besonderes Augenmerk kommt Frauen und Kindern mit Behinderungen zu. Eine weitere direkte Zielgruppe sind sowohl Behindertenorganisationen auf nationaler und regionaler Ebene als auch staatliche Behörden, die für die Ausarbeitung und Umsetzung inklusiver Entwicklungspläne verantwortlich sind. Zusätzlich will das Programm ausgewählte Akteure der „Mainstream Gesellschaft“ ansprechen (z.B. Hilfsorganisationen und andere Träger von Entwicklungsprojekten), um Vorurteile abzubauen und sie als Multiplikatoren für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu mobilisieren. Das Programm hat seinen geographischen Schwerpunkt in der Region Sofala, um Pilotvorhaben besser zu vernetzen, testen, dokumentieren und aus den Erfahrungen lernen zu können, bevor man sie auf andere Regionen ausweitet. Die Arbeit der Ministerien soll Veränderungs¬prozesse im ganzen Land anstoßen.


Activities


Das Programm verfolgt vier Interventionsstrategien, welche mit unterschiedlichen lokalen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Partnern in den Bereichen Rehabilitation und Soziale Inklusion, Bildung, Einkommensförderung und Behindertenrechte umgesetzt werden:

1) Den Zugang zu speziell angepassten Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen (mit Schwerpunkt auf Bildung, Rehabilitation und Gesundheit, Arbeitsmarkt und Sozialleistungen) fördern.

2) Technische Fähigkeiten von lokalen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in den Bereichen gemeindenahe Rehabilitation und inklusive Bildung stärken und diese auch in der täglichen Anwendung dieses Wissens begleiten.

3) Ein allgemeines Bewusstsein über Menschen mit Behinderungen schaffen und die Entwicklung und Umsetzung inklusiver Entwicklungs- und Regierungsprogramme unterstützen.

4) Das „Commitment“ der Regierung zu inklusiver Entwicklung nachhaltig stärken und die Rolle von Behindertenorganisationen als verlässliches Sprachrohr von Menschen mit Behinderungen im Land festigen.


Die Interventionsstrategien beinhalten u.a. Aktivitäten zur verbesserten Integration und Begleitung von Kindern mit Behinderung in lokalen Schulen, Sensibilisierung von Eltern, Etablierung von Pilot-Projekten zu Community-Based Rehabilitation (CBR) auf Regierungsebene, Netzwerk- und Advocacy-Aktivitäten, Kapazitätsentwicklung, Wissensaustausch, Entwicklung nationaler CBR Strategien und Programme, entsprechende nationale Monitoringsysteme, und Journalistentrainings zu Kommunikation über Menschen mit Behinderung.


Context


Menschen mit Behinderungen sind in Mosambik deutlich vulnerabler als ihre nicht behinderten Altersgenossen und andere soziale Gruppen im Land. Hinzu kommt, dass etwa 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen in ländlichen Gebieten leben, in denen nur eine geringe medizinische Versorgung gewährleistet ist und die Menschen aufgrund der hohen Transportkosten kaum in der Lage sind, die Versorgung in den Städten in Anspruch zu nehmen.


In Mosambik herrscht ein Mangel an verlässlichen Daten zu Menschen mit Behinderungen. Während die WHO davon ausgeht, dass 15 Prozent der Weltbevölkerung (davon 80 Prozent in Entwicklungsländern) mit einer Behinderung leben, ergab die erste nationale repräsentative Haushaltserhebung über Behinderung in Mosambik 2009, dass rund sechs Prozent der mosambikanischen Bevölkerung mit einer Behinderung leben. Laut einer aktuelleren UNICEF-Karte in Mosambik (2013) haben 14 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter eine Behinderung.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 80 Prozent.

project number 1980-01/2018
source of funding OEZA
sector Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
tied 0
modality Project-type interventions
marker Democracy: 2, Poverty: 1
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.