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Internationale Flaggen vor dem UNO-Gebäude
© by: OEZA/Frank Helmrich

International

Nachhaltige Entwicklungspolitik verlangt nach globalen Lösungen. Gemeinsame Abstimmungen von Programmen und Projekten mit den Partnerländern im Rahmen von internationalen Organisationen und Institutionen nehmen daher einen immer höheren Stellenwert ein. Es geht darum, die Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen. Wie das bewerkstelligt werden soll ist unter anderem in der Pariser Erklärung festgehalten, der sich rund 100 Industrie- und Entwicklungsländer sowie zahlreiche internationale Organisationen verschrieben haben.


Auch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ist international eingebunden und arbeitet in den Gremien der Vereinten Nationen (VN), der Weltbankgruppe, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und in den mit Entwicklungszusammenarbeit befassten Gremien der Europäischen Union mit.

Gemeinsam mehr zusammenbringen

Als profiliertes Mitglied der Vereinten Nationen ist Österreich darum bemüht, dass die Entwicklungszusammenarbeit innerhalb der VN abgestimmt wird und effizient gestaltet ist. Erreicht wird das durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen VN-Organisationen und die Teilnahme an zahlreichen Konferenzen zu entwicklungspolitischen Themen (Doha-Entwicklungsrunde der WTO 2001 und 2008, Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Johannesburg 2002, Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung Monterrey 2002). Durch das enge Miteinander der VN-Mitgliedsstaaten ist auch ein rasches Reagieren auf nicht vorhersehbare Entwicklungen wie Umweltkatastrophen oder Konflikte möglich.

Statistiken, Berichte und Abstimmungen

Neben seiner Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen gehört Österreich seit 1961 der OECD an und unterhält eine eigene Vertretung am Sitz der OECD in Paris. Die 30 Mitgliedsstaaten der OECD geben jährlich mehr als 100 Milliarden Euro für Entwicklungszusammenarbeit aus. Das sind mehr als 90 Prozent der aus öffentlichen Mitteln finanzierten Entwicklungshilfe weltweit. Der effiziente und zielgerichtete Einsatz dieser Gelder und die gute Koordinierung der verschiedenen Aktivitäten sind im Interesse der Geber- als auch der Empfängerstaaten. Nicht zuletzt deswegen führt die OECD genaue Statistiken über das Volumen und die Struktur der Entwicklungshilfe. Die Daten sind nach Geber- und Empfängerländern sowie danach aufgeschlüsselt, ob die Hilfe über bilaterale Kanäle oder multilaterale Entwicklungsorganisationen geleistet wird. In einem jährlichen Development Co-operation Report berichtet der Vorsitzende des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) über den aktuellen Stand der Entwicklungszusammenarbeit und weist auch Entwicklungshilfe in Form von Entschuldung aus.

Entschuldungsinitiative

Die 1996 von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) eingeleitete Entschuldungsinitiative HIPC (Heavily Indebted Poor Countries) reduziert die Bürde schwer verschuldeter armen Länder und erleichtert damit deren wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Entscheidungsbasis für die Aufnahme in dieses Programm bilateraler Schuldenstreichungen bilden nationale Armutsbekämpfungsstrategien (Poverty Reduction Strategy Papers/PRSP), die von den jeweiligen Ländern auszuarbeiten sind. Österreich beteiligt sich an dieser Initiative.

Internationaler Wissens- und Geldtransfer

Österreich ist auch an der Formulierung der Politik sowie der Kapitalaufstockung von internationalen Finanzinstitutionen - allen voran der Weltbankgruppe - beteiligt. Diese Organisationen spielen sowohl beim Transfer finanzieller Ressourcen als auch beim Wissenstransfer zu weniger entwickelten Ländern eine essenzielle Rolle in der globalen Entwicklungszusammenarbeit. Besonderes Augenmerk legen sie auf die Schaffung und Stärkung institutioneller und politischer Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Empfängerländern.