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Die öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen Österreichs
© ADA
ODA Vergleich OEZA Bilateral

Österreich ist auf Grund seiner Mitgliedschaft im Entwicklungshilfeausschuss der OECD, dem so genannten Development Assistance Committee (DAC), verpflichtet, die Höhe der öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen jährlich bekannt zu geben. Nur durch diese Meldepflicht ist feststellbar, ob und wie weit DAC-Mitgliedsstaaten vereinbarte Ziele erreichen.

Was zählt als Entwicklungshilfeleistung?

Öffentliche Entwicklungshilfeleistungen (Official Delvelopment Assistence, ODA) sind Leistungen aus öffentlichen Mitteln, die bestimmte DAC-Kriterien erfüllen und an Entwicklungsländer fließen. Die festgelegten DAC-Kriterien sollen die internationale Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewährleisten. Die Standards, Definitionen und Vorschriften des DAC zur statistischen Erfassung der ODA und anderer entwicklungsrelevanter Finanzflüsse sind in den Melderichtlinien festgehalten.

Auf Basis der statistischen Meldungen publiziert der Entwicklungshilfeausschuss der OECD die jährlichen Ergebnisse im internationalen Vergleich: Erste ODA-Trends mit vorläufigen Daten werden im Frühjahr des Folgejahres über das abgelaufene Berichtsjahr veröffentlicht. Am Jahresende werden die detaillierten Endergebnisse der öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen der einzelnen Staaten im Development Co-operation Report herausgegeben.

© ADA
Hauptbestandteile ODA 2012
Weitere Informationen
ODA-Bericht 2014

III.I.6 Entwicklungspolitische Querschnittsthemen (Policy Objective Markers) in den Leistungen der bilateralen OEZA-Mitteln der ADA

Die sogenannten "Policy Objective Markers" (Marker für entwicklungspolitische Querschnittsthemen) wurden im DAC als Instrumentarium eingeführt, das dazu dient, die Umsetzung allgemeiner internationaler Entwicklungsziele (zB. Geschlechtergleichstellung oder Umweltschutz) in den EZA-Programmen und Projekten der DAC-Geber zu verfolgen. Die Marker messen, in welchem Teil ihres Portfolios EZA-Geber diese entwicklungspolitischen Ziele bereits konkret berücksichtigt haben, und dokumentieren, in welchen Programmen und Projekten diese als spezifisches, d.h primäres Ziel (Marker 2) bzw. als integriertes, d.h. signifikantes sekundäres Ziel (Marker 1) verankert sind. Da EZA Projekte/Programme mehr als ein konkretes Ziel verfolgen können, ist es auch möglich, dass sie mehr als einen Marker haben. Auf Basis dieses Konzepts treffen Markerdaten daher keine quantitative Aussage wie viel der Mittel für bestimmte Ziele eingesetzt, sondern in welchem Ausmaß diese Ziele in den neugeschlossenen Verträge eines Berichtsjahres verankert wurden. Die zu betrachtenden Größen sind daher nicht die Auszahlungen, sondern das verbindlich neu zugesagte Vertragsvolumen (Commitments), allenfalls in Kombination mit der Anzahl der Verträge. Es muss auch festgehalten werden, dass die Marker 2 und 1 keine Abstufung im wertenden Sinn bedeuten, sondern Ausdruck verschiedener methodischer Herangehensweisen sind.

Im Rahmen des DAC werden zur Zeit folgende entwicklungspolitische Themen mittels Marker erfasst: Gender Equality, Reproductive Maternal Newborn and Child Health, Aid to Environment, Participatory Development and Good Governance, Trade Development, UN Framework Convention on Climate Change (mitigation and adaptation), UN Convention on Biological Diversity, UN Convention to Combat Desertification. In untenstehenden Tabellen wird das operative Budget der OEZA/ADA analysiert, da in diesem Kernbereich der österreichischen ODA eine systematische Qualitätssicherung der Markerdaten stattfindet.