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Zwei Arbeiter am Bau in Albanien
© by: OEZA/Stefan Pleger

Wirtschaftspartnerschaften

Im Zuge der Globalisierung sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie multinationale Betriebe aus Industrieländern auch in Entwicklungsländern des Südens oder in Transformationsländern des Ostens aktiv. Diese Länder haben als Produktionsstandorte sowie als Beschaffungs- und Absatzmärkte an Bedeutung gewonnen.

Gemeinsam mehr zusammen bringen

Heimische Unternehmen leisten häufig relevante Beiträge zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft, indem sie Direktinvestitionen tätigen oder andere geschäftliche Beziehungen aufbauen. Sie tragen in Entwicklungsländern zur Erhöhung der Einkommen der Bevölkerung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Außerdem fördern sie die Ausbildung von Fachkräften sowie den Transfer von Wissen und Technologie. Privatwirtschaftliches Engagement leistet so einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum der lokalen Wirtschaft, zur Armutsminderung und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung.

Pro-Poor-Growth

Wirtschaftliches Wachstum auf ökologisch nachhaltiger und sozial ausgewogener Grundlage (pro-poor growth) ist für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) von besonderer Bedeutung, denn nur durch ein effektives Zusammenwirken von öffentlichem und privatem Engagement können die Milleniums-Entwicklungsziele erreicht werden. Gefragt sind flexible und kreative Ansätze, die in einem partnerschaftlichen Dialog entwickelt werden. Die OEZA setzt sich dafür ein,

  • Synergiepotenziale zwischen öffentlichen und privaten Leistungen zu nutzen und zusätzliche private Mittel für entwicklungspolitische Anliegen zu mobilisieren;
  • positive Entwicklungseffekte privater Wirtschaftsbeziehungen und Investitionen zu optimieren und so die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen in den Partnerländern langfristig zu verbessern;
  • die Nachhaltigkeit und Effizienz privatwirtschaftlichen Engagements durch komplementäre öffentliche Leistungen zu erhöhen und damit positive gesamtwirtschaftliche Effekte zu erzielen;
  • lokale Klein- und Mittelbetriebe durch Partnerschaften mit europäischen Unternehmen zu stärken. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, die Chancen der Globalisierung zu nutzen und einen Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten.

Mit dem Programm der Wirtschaftspartnerschaften unterstützt die OEZA privatwirtschaftliche Vorhaben, die sowohl im kommerziellen Interesse der beteiligten Unternehmen als auch im entwicklungspolitischen Interesse des Ziellandes und der Zielgruppen der Entwicklungszusammenarbeit liegen. 

 

Regionale Schwerpunkte der Zusammenarbeit

Wirtschaftspartnerschaften sind grundsätzlich in allen Entwicklungsländern möglich. Die aktuelle Liste finden Sie auf der Website des Entwicklungshilfeausschusses der OECD.

Vorrangig werden Vorhaben in den Schwerpunktländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt:

Albanien, Äthiopien, Bhutan, Bosnien und Herzegowina, Burkina Faso, Kap Verde, Kosovo, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Mosambik, Nicaragua, Palästinensische Gebiete, Serbien und Uganda