Teilen btn_sharing

Suche

Inhalte der Website durchsuchen

suche / search

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Wirtschaftspartnerschaften

Sie investieren in die Märkte der Zukunft?

Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.

mehr >>

Weitere öffentliche Akteure
Darstellung Akteure der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit Österreichs BMeiA BMFJ BMBF BMF BMWFW BMI ADA Laender - Gemeinden BMLVS OeEB BMLFUW

Zusätzlich zur Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit tragen auch die Oesterreichische Entwicklungsbank, Ministerien, Bundesländer und Gemeinden mit öffentlichen Mitteln zum Entwicklungszusammenarbeitsbudget Österreichs bei.

Ministerien

Bundesministerium für Finanzen

Das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik wird im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) erstellt. Außerdem setzt das BMF Österreichs entwicklungs- und außenwirtschaftspolitische Interessen in multilateralen Entwicklungsbanken durch und ist für die Arbeit der österreichischen Entwicklungsbank (OeEB) verantwortlich. Aus dem Budget des BMF werden die Kapitaleinzahlungen und die Beiträge zu den Fonds der internationalen Finanzinstitutionen (IFIs) finanziert. Auch die Leistungen für die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union (EU) im Rahmen des Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) kommen aus diesem Budget. Zusätzlich liegen "Soft Loans" und international akkordierte Entschuldungsmaßnahmen bei Exportförderungskrediten im Rahmen des Clubs von Paris, soweit diese als Official Development Assistance (ODA) relevant sind, im Verantwortungsbereich des BMF.

Bundesministerium für Inneres

Das Bundesministerium für Inneres (BM.I) ist für das Asylwesen zuständig. Neben der Betreuung von Flüchtlingen in Österreich ist das BM.I für die Abwicklung und Vergabe der jährlichen Mittel des Europäischen Flüchtlingsfonds, Integrationsfonds und Rückkehrfonds verantwortlich. Diese sollen die freiwillige Rückkehr und Reintegration von Flüchtlingen fördern sowie erleichtern und stehen für eine gemeinsame Asylpolitik der EU.

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) genannt, engagiert sich sowohl national als auch international für eine nachhaltige Land-, Forst- und Wasserwirtschaft. Durch Information und Bewusstseinsbildung bringt das Lebensministerium diese Anliegen der Bevölkerung näher. Im Rahmen einer nachhaltigen und umweltgerechten Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik setzt sich das Lebensministerium für faire Produktionsbedingungen, artgerechte Tierhaltung und nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen ein und bemüht sich um die Ernährungssicherheit in Österreich und um den Kampf gegen den Hunger in der Welt. Darüber hinaus unterstützt das Lebensministerium zahlreiche nachhaltige Projekte in Entwicklungsländern.

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport

Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) leistet seinen Anteil an der Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Konfliktprävention. Als Mitglied vieler internationaler Organisationen ist Österreich bemüht, seinen Beitrag an friedenserhaltenden Maßnahmen zu leisten. Seit 1960 haben mehr als 90.000 österreichische Soldaten und zivile Helfer an über 50 internationalen friedensunterstützenden und humanitären Missionen teilgenommen. Seit Ende des Kalten Krieges ist die Anzahl der Missionen stark gestiegen. Ergänzend zu klassischen Friedensmissionen werden humanitäre Katastrophenhilfseinsätze immer bedeutender.

Bundesministerium für Bildung und Frauen

Das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) unterstützt entwicklungspolitische Zielsetzungen im Rahmen von Bildungskooperationen mit Partnerländern, in denen Bildung und Ausbildung eine Schlüsselrolle für nachhaltige Entwicklung, Armutsbekämpfung und sozialen Zusammenhalt spielen. Das BMBFengagiert sich dabei insbesondere für die Entwicklung und Sicherung der Qualität im Bildungssektor der Partnerländer. Wichtige Anliegen sind die Unterstützung institutioneller Kooperationen und von Netzwerken auf regionaler Ebene, ebenso die Stärkung von Kapazitäten, Zugang zu guter Bildung und der Aufbau von Know-how. Die Aktivitäten sind auch darauf ausgerichtet, einen Beitrag zu Geschlechtergerechtigkeit zu leisten. Zahlreiche Kooperationen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Verein KulturKontakt Austria (KKA) realisiert.

Als zentrale Instrumente kommen derzeit Beauftragte für Bildungskooperation, das Auslandsschulwesen (insbesondere Schulstandorte Guatemala, Mexiko und Albanien) und europäische regionale Initiativen und Strategien (insbesondere im Rahmen der EU Strategie für den Donauraum und der Education Reform Initiative of South Eastern Europe) zum Einsatz.

Weitere wichtige Engagements des BMBF betreffen die entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Globales Lernen. Sie fördern die Entwicklung von Diversitätskompetenzen, um in einer global vernetzten Welt und einer heterogenen Gesellschaft Orientierung zu finden und  verantwortungsbewusst zu leben.

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ist die Kommission für Entwicklungsfragen (KEF) im Bereich "Forschung für Entwicklung" tätig. Zu den wesentlichen Aufgaben der KEF gehören unter anderem die Förderung von Forschungspartnerschaften zwischen ForscherInnen aus Österreich und aus Entwicklungsländern, insbesondere auf Projektebene, sowie Politikberatung und Informations- und Bildungsarbeit im Bereich "Forschung für Entwicklung" (Budget 2008: EUR 350.000,-).

Des weiteren ist das BMWFW im Komitee für Wissenschafts- und Technologiepolitik (CSTP) der OECD vertreten, das internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung fördert und politische EntscheidungsträgerInnen über die Bedeutung von Wissenschaft und Technologie für nachhaltiges Wirtschaftswachstum informiert. Im Rahmen der Vereinten Nationen nominiert das BMWF gemeinsam mit dem für UN-Angelegenheiten zuständigen Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMeiA)die österreichische Vertretung für die "Commission on Science & Technology for Development"(CSTD), die als Gremium des ECOSOC sowohl der UN-Generalversammlung als auch dem ECOSOC selbst im Bereich "Forschung für Entwicklung" zuarbeitet. Das BMWF koordiniert die österreichische Beteiligung am 7. EU- Forschungsrahmenprogramm, das in der internationalen Kooperation ebenfalls Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern fördert sowie die Beteiligung an EU-Drittstaaten Programmen im Hochschulbereich. Außerdem ist das BMWFW inhaltlich für bilaterale Memoranda und Abkommen über Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit (WTZ) mit zahlreichen Partnerländern auf der ganzen Welt zuständig und fördert durch verschiedene Programme die Mobilität von ForscherInnen und Studierenden nach Österreich und aus Österreich in die ganze Welt.

Bundesministerium für Familien und Jugend

In der Überzeugung, dass eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Grundstein für Wachstum und Wohlstand für alle und damit die wirksamste Armutsbekämpfung ist, betreffen die Maßnahmen des Bundesministeriums für Familien und Jugend (BMFJ) im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit v.a. das Gebiet "Wirtschaft und Entwicklung".

Das österreichische Außenwirtschaftsleitbild, die nationale Außenwirtschaftsstrategie, identifizierte eine "strategische Partnerschaft von Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit" als eine der zehn wesentlichen Herausforderungen und Chancen einer erfolgreichen Außenwirtschaftspolitik, von der sowohl die Entwicklungsländer als auch österreichische Unternehmen profitieren sollen.

Die Aktivitäten des BMFJ bezwecken eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement in den Partnerländern und die Förderung eines verbesserten Informationsaustausches sowie der intensiveren Kooperation zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Österreichs Wirtschaft. Daher werden im Bereich "Wirtschaft und Entwicklung" Maßnahmen der Handelshilfe unterstützt, die Entwicklungsländern bei der Teilnahme an und Einbeziehung in das Welthandelssystem helfen sollen. Um die Komplementarität von Wirtschaft und Entwicklung im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, Entwicklungszusammenarbeit stärker strategisch und wirtschaftsorientiert zu denken und die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Engagement in diesem Bereich zu verbessern, fördert das BMFJ die "corporAID-Plattform für Wirtschaft, Entwicklung und globale Verantwortung".

Die Oesterreichische Entwicklungsbank

Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) unterstützt wirtschaftlich tragfähige Projekte in ärmeren Ländern, die gleichzeitig einen großen entwicklungspolitischen Nutzen haben. Die OeEB ist eine Tochter der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB), somit eine rein private Finanzinstitution mit öffentlichem Auftrag und profitiert vom internationalen Know-how der OeKB Gruppe. Die OeEB wurde im März 2008 gegründet und ist Mitglied des Netzwerks der bilateralen europäischen Entwicklungsbanken - EDFIs.

Als Entwicklungsbank verfolgt die OeEB den Auftrag, der auf kommerziellen Bedingungen basierenden Förderungen des Privatsektors in Entwicklungsländern. Durch ihr besonderes Mandat kann die OeEB im Vergleich zu Kommerzbanken höhere Risiken bei Einzeltransaktionen übernehmen. Die OeEB ergänzt die Leistungen der OEZA des Außenministeriums und der ADA. Mittels OeEB ist es auch möglich Projekte in jenen Ländern zu realisieren, für die bisher keine Finanzierungsmöglichkeiten seitens Österreichs bestanden haben. Damit arbeitet die OeEB subsidiär und komplementär zum Kommerzbankensektor. Wenn die OeEB ein Projekt mit Eigenkapital oder langfristigen Krediten unterstützt, kann sie auch echte "Grants" für projektunterstützende Maßnahmen wie z. B. Studien und Schulungen anbieten. Für diese so genannten Advisory Programmes werden eigene Budgetmittel der Republik Österreich eingesetzt um entwicklungspolitisch interessante Vorhaben gezielt und konkret zu unterstützen, die auch ODA anrechenbar sein können.

Länder

Land Wien

Wien unterstützt Nichtregierungsorganisationen bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien und Osteuropa. Inhaltlich orientieren sich die Projekte an den Millenniums-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Die Förderschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Geschlechtergleichstellung. Neben den Projektförderungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit erfolgen im Rahmen der Humanitären Hilfe Sachgüterspenden für Partnerorganisationen in Osteuropa. Zudem findet jährlich im Wiener Rathaus die "Entwicklungspolitische Fachtagung" statt, die sich gleichermaßen an ExpertInnen und die Wiener Bevölkerung richtet. Im Anlassfall leistet die Stadt Wien auch internationale Katastrophenhilfe. Seit 2002 ist die Magistratsdirektion - Geschäftsbereich Europa und Internationales (MD-EUI) für die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe der Stadt Wien verantwortlich.

Land Niederösterreich

Das Land Niederösterreich stärkt durch entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, durch die Förderung des Fairen Handels, durch Unterstützung von Projektpartnerschaften und durch Förderungen von Nichtregierungsorganisationen bei der Durchführung von Entwicklungszusammenarbeitsprojekten sowie im Anlassfall bei Projekten der internationalen Katastrophenhilfe die Millenniums-Entwicklungsziele und die Ziele der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Seit dem Beitritt Niederösterreichs zum Klimabündnis 1993 und dem Bodenbündnis 2003 engagiert sich Niederösterreich für die Anliegen der indigenen Partner am Oberen Rio Negro sowie für die Projektpartner im Senegal. Parallel dazu unterstützt das Land die Gemeinden bei der Umsetzung der mit der Partnerschaft verbundenen Aufgaben.

Seit 2002 stehen die Förderung des Fairen Handels und die Markteinführung fair gehandelter Produkte in NÖ Gemeinden und Unternehmen im Zentrum der entwicklungspolitischen Aktivitäten des Landes Niederösterreich, seit 2007 verfolgt das Land Niederösterreich die entwicklungspolitischen Ziele des Global Marshall Planes. Im NÖ Klimaprogramm sind in dem Handlungsfeld "Globale Verantwortung" viele Maßnahmen unter dem Aspekt des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit explizit benannt.

Land Burgenland

Die Entwicklungszusammenarbeit wird im Burgenland für wichtig erachtet und ist derzeit im Aufbau begriffen. In Sri Lanka in der Phase des Wiederaufbaus nach dem Tsunami 2004/2005 hat das Burgenland tatkräftige Unterstützungsmaßnahmen gesetzt. Schwerpunkt war der Wiederaufbau eines zerstörten Dorfes und gleichzeitig die Realisierung des Friedensgedankens im Bürgerkriegsland Sri Lanka.

Land Oberösterreich

Seit über 40 Jahren engagiert sich das Land Oberösterreich für Entwicklungs­zusammenarbeit mit dem Ziel die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort zu verbessern und gleichzeitig ein Bewusstsein in der oberösterreichischen Bevölkerung für dieses Anliegen zu schaffen. Die oberösterreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt dabei jährlich 100 Projekte oberösterreichischer Organisationen, Vereine und Entwicklungshelfer. Mit der Aktion Fair Play werden innovative Ideen an oberösterreichischen Schulen unterstützt. Das Land Oberösterreich lädt jährlich ein- bis zweimal zum Entwicklungspolitischen Dialog ein, um Arbeiten und Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Gemeinsam mit der Diözese Linz vergibt das Land außerdem alle zwei Jahre den Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit und den Eduard-Ploier-Journalistenpreis.

Land Salzburg

Wichtige Ziele der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit sind die Förderung der Zivilgesellschaft in Hinblick auf eine demokratische, ökologische und konfliktvermindernde Entwicklung und regionale Zusammenarbeit im wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Schwerpunkte der Entwicklungs­zusammenarbeit Salzburgs sind die Region San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania, wofür in Abstimmung mit Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern je 20 Prozent der gesamten für die EZA im Landeshaushalt ausgewiesenen Mittel reserviert sind. Weitere 20 Prozent Gesamtmittel fließen die Bildungs- und Informationsarbeit im Inland. Ebenso über Empfehlung des Entwicklungspolitischen Beirats wurde vom Salzburger Landtag die aktive Unterstützung des Klimabündnisses, der Global Marshall Plan Initiative, der Millenniums-Entwicklungsziele und des fairen Handels beschlossen.

Land Steiermark

Die steirische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt seit dem Jahr 1981 steirische Gruppen, die persönliche Kontakte zu Gruppen im Entwicklungsland unterhalten. Gemeinsam werden nach den Prinzipien Partnerschaft, Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe Projekte abgewickelt. Die Auswahl der Projekte erfolgt nach qualitativen Kriterien auf Empfehlung des Beirates für Entwicklungszusammenarbeit, wobei es keine territorialen Einschränkungen gibt. Die steirische Entwicklungszusammenarbeit sieht ihre Aufgabe darin, die Vielzahl und Vielfalt der im EZA-Bereich tätigen Gruppen zu erhalten, sie zu vernetzen und in ihrer meist ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen. 2013 werden 371.000,00 Euro für die Unterstützung steirischer Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungspolitische Bewusstseinsbildung in der Steiermark zur Verfügung stehen. Damit können rund 40 Projekte im Gesamtvolumen von mehr als einer Million Euro realisiert werden.

Land Kärnten

Das Land Kärnten legt Wert darauf, dass die geförderten Entwicklungs­zusammenarbeitsprojekte Bezug zu Kärnten haben und Bewusstseinsbildung vor Ort in Kärnten fördern. Außerdem sollen die Projekte "Hilfe zur Selbsthilfe" sein und auf die besondere Situation von Frauen und Jugendlichen eingehen. 1991 entschloss sich der Kärntner Landtag dazu einen Entwicklungspolitischen Beirat (EPB) einzurichten. Dieser berät seit 1993 zweimal jährlich über Projekte zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit aus Landesmitteln.

Land Tirol

Das Land Tirol unterstützt Projekte, die zur Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lage besonders benachteiligter Menschen in den Partnerländern beitragen. Grundziele sind die Bekämpfung absoluter Armut, die Verbesserung der Bildungsinfrastrukturen und der medizinischen Versorgung, die Sicherung des Friedens und einer verantwortlichen Regierungsführung, der Schutz der Umwelt, die Förderung einer globalen, gerechten und nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung sowie die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten als Hilfe zur Selbsthilfe. Da in den Ländern des Südens Frauen den Anknüpfungspunkt für nachhaltige Reformen darstellen, ist Empowerment von Frauen ein weiteres wichtiges Ziel der Tiroler Entwicklungszusammenarbeit.

Land Vorarlberg

Das wesentliche Prinzip der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Vorarlberg ist "Hilfe zur Selbsthilfe". Das beinhaltet auch die Wahrung der kulturellen und ökonomischen Selbstbestimmung der Zielgruppen. Vorarlberger Akteure werden vernetzt und unterstützt. Die Grundsätze des Global Marshall Plans werden einer breiten Öffentlichkeit vermittelt und fließen in die Projektarbeit ein. Der Landtag Vorarlberg stellte erstmals 1960 Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung. Mit Landesmitteln werden Projekte in den Ländern der sogenannten Dritten Welt und seit 1990 auch in osteuropäischen Länder unterstützt. Grundsätzlich sollen die geförderten Projekte die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse befriedigen.

Gemeinden

Gemeindebund

Österreichs Gemeinden pflegen grenzüberschreitende Partnerschaften, um Partnergemeinden aus anderen Staaten mit gleichgelagerten Interessen besser kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Eine Tradition, die in Österreich bereits seit Jahrzehnten besteht. Seit 1989 werden Gemeinde- und Städtepartnerschaften auch von der Europäischen Union gefördert. Die meisten Partnerschaften werden mit Gemeinden innerhalb der EU/Europa geschlossen. Mehrere hundert österreichische Gemeinden pflegen inzwischen eine Partnerschaft mit Kommunen in anderen Ländern.