
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.
Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development AgencySie investieren in die Märkte der Zukunft?
Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.
MitarbeiterInnen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit besuchten gemeinsam mit anderen VertreterInnen der EU-Mitgliedstaaten Karamoja, eine an Kenia grenzende Region im Nordosten Ugandas. Sie ist die ärmste des Landes. Aufgrund der Trockenheit ist Viehwirtschaft eine der wenigen Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung. Doch auch die Nutztiere sind nicht im Überfluss vorhanden. Das gegenseitige Stehlen der Rinder (cattle-rustling) führt immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Klans.
Die Regierung versuchte 2006 die Region zu entwaffnen. Es kam zu einer deutlichen Befriedung, was neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnete. Dennoch konnten die Viehdiebstähle nicht ganz aus der Welt geräumt werden. Aufgrund der zahlreichen in der Region verbliebenen Waffen verursachen sie noch heute immer wieder Verletzte und Tote.
Auf ihrer Reise führten die EU-VertreterInnen Gespräche mit lokalen Behörden sowie mit der für Karamoja zuständigen Ministerin, Janet Museveni, der Ehefrau des ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni. Inhalt war der regionale Entwicklungsplan Karamoja Integrated Development Programme (KIDP) der ugandischen Regierung, den die EU-Geberländer seit 2002 unterstützen. Der Fokus des Entwicklungsplanes liegt vor allem auf der Entwicklung der Landwirtschaft, um durch verbesserte Anbau- und Landnutzungsmethoden neue Lebensgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit sowie Einnahmequellen zu schaffen. So sollen das Stehlen von Rindern und damit einhergehende Konflikte vermieden werden.
Bei der Reise in Karamoja wurden zudem zahlreiche von der EU und den Mitgliedstaaten geförderte Projekte besucht. So auch das von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mitunterstützte Mathany Hospital. Es ist das größte und professionellste Krankenhaus der Region. In einem weiteren besuchten Projekt, das die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit UNCDF förderte, konnte eine Distriktsverwaltung aufgebaut und damit der Zugang der Bevölkerung zu ihren lokalen Verwaltungen und deren Serviceleistungen ermöglicht werden.