
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.
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Rund 4, 6 Millionen palästinensische Flüchtlinge werden im Gaza-Streifen, im Westjordanland, im Libanon, in Jordanien und Syrien vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) betreut. "Besonders deren humanitäre Lage im Gaza-Streifen, im Westjordanland und zum Teil auch im Libanon ist besorgniserregend. Die UNRWA ist hierfür vielfach die einzige Institution, die Schulen betreibt, Gesundheitsversorgung anbietet und Sozial- und Notdienste leistet. Ohne die wertvolle Arbeit und den täglichen Einsatz wären Leid und Hoffnungslosigkeit noch weiter verbreitet als es derzeit erschreckende Realität ist", sagte Staatssekretär Hans Winkler, am 9. Oktober 2008, nach einem Gespräch mit der UNRWA-Generalkommissarin Karen AbuZayd.
Im Mittelpunkt des Meinungsaustausches standen die Lage der palästinensischen Flüchtlinge im Nahen Osten, insbesondere im Gaza-Streifen, und die Arbeit der UNRWA in der Region.
Winkler erinnerte daran, dass Österreich durch die internationale Geberkonferenz in Wien im Juni dieses Jahres einen notwendigen Beitrag zur Wiedererrichtung des palästinensischen Flüchtlingslagers Nahr El Bared im Libanon leisten konnte. "Nur durch nachhaltige internationale Unterstützung und eine enge Zusammenarbeit mit humanitären Organisationen vor Ort können wir den betroffenen Menschen wieder eine Zukunftsperspektive geben und zur konkreten Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beitragen. Die Menschen müssen einen Fortschritt und Verbesserungen spüren", so Winkler, der betonte, dass Österreich auch weiterhin seine Anstrengungen zu einer umfassenden Lösung des Nahost-Konflikts fortsetzen werde. Österreich stellte damals 1 Million Euro zur Verfügung, von der die Hälfte im Wege spezieller Programme Frauen und insbesondere Kleinunternehmerinnen zugute kommen wird. "Eine befriedigende und tragfähige Lösung für die Flüchtlingsfrage muss zentraler Bestandteil eines zukünftigen Friedensvertrages werden", sagte der Staatsekretär.
Winkler sagte der Generalkommissarin auch weiterhin die bestmögliche Unterstützung und Hilfe Österreichs für die Arbeit der Hilfs- und Entwicklungsorganisation im Nahen Osten zu. UNRWA ist besonders in den Bereichen Bildung, Gesundheit, soziale Dienste und Nothilfe tätig. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt UNRWA seit Jahren im Rahmen konkreter Projekte, wie rascher Nothilfe für Opfer von Hauszerstörungen, dem Wiederaufbau von Gesundheitszentren und Krankenhäusern, sowie weiterer humanitärer Projekte.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Kabinett des Staatssekretärs
Mag. Katharina Swoboda
Tel.: ++43 (0)50 1150-3469
E-Mail: katharina.swoboda(at)bmeia.gv.at