Himalaya-Hindukusch
Schwerpunktregion der Österreichischen Entwicklungs zusammenarbeit (OEZA) im asiatischen Raum ist die Region Himalaya-Hindukusch. Aufgrund der Topografie ergeben sich dort für die Menschen spezielle Herausforderungen: Die abgelegenen Berggebiete und fehlende Infrastruktur bieten der Bevölkerung kaum Einkommensmöglichkeiten. Die wachsenden Bevölkerungszahlen und der zunehmende Druck auf die empfindlichen, von Degradierung und Erosion bedrohten Gebirgsböden erschweren die Lebensbedingungen zusätzlich.
Bienenzucht und Weidelandverteilung
Um nachhaltige Erfolge zu erzielen, werden die Kräfte in der Region gebündelt. Seit 1993 arbeitet die OEZA mit der regionalen Organisation International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) auf dem Gebiet der angewandten Forschung zusammen. Im Bereich Biodiversität wird etwa die Erhaltung einheimischer Bienenarten unterstützt. Die Bienenzucht bietet eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit für die Bevölkerung.
Rund 60 Prozent der Region Himalaya-Hindukusch bestehen aus Weideland. Viele der Bewohner sind daher Nomaden, eine Bevölkerungsgruppe, die in der Regel wenig Mitspracherecht bei nationalen Entscheidungsfindungen hat. Das regionale Weidelandprogramm der OEZA versucht daher, auf politischer Ebene Rahmenbedingungen zu schaffen, die das wirtschaftliche Überleben der nomadischen Einwohner sichern und die lokalen Gemeinschaften in die Lage versetzen, die Nutzung und Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen mitzubestimmen.
Seit Kurzem unterstützt die OEZA auch ein Programm zur Erforschung nachhaltiger Energieformen für die Bevölkerung dieser Region.
Gletscherseen und Kraftwerke
Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die ökologisch sensible Gebirgsregion Himalaya-Hindukusch vor große Probleme. Eine der größten Herausforderungen ist die Gefahr von Gletschersee-Ausbrüchen aufgrund des Abschmelzens der Gletscher. Die OEZA unterstützt aus diesem Grund ein UNDP-Projekt, das die Risiken von Ausbrüchen von Gletscherseen durch einen Mix aus Politikberatung, Bewusstseinsbildung, Frühwarnsystem und technischen Maßnahmen minimiert. Das Projekt ist als Pilotprojekt angelegt und soll für die gesamte Himalaya-Hindukusch-Region Vorbild sein. Der Least Developed Country Fund, ein Finanzierungsinstrument der Klimakonvention, kofinanziert dieses Vorhaben.



