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Bhutan
© ADA/HTMTI
Mann repariert Fenster in Bhutan

Bhutan verfolgt ein Entwicklungsprinzip, das neben der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes besonders auf gute Regierungsführung, die Bewahrung der kulturellen Identität und eine intakte Umwelt achtet. Was zählt ist nicht nur das Bruttonationalprodukt sondern das vielzitierte Brutto-National-Glück der BhutanerInnen.

Bis 2018 (dem Ende der aktuellen Fünfjahresperiode) möchte Bhutan wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen. Dabei soll die sozioökonomische Entwicklung inklusiv und grün sein. Ein Fokus des 11. Fünfjahresplanes liegt daher noch immer auf der Armutsminderung. Vor allem in ländlichen Gebieten lebt ein Fünftel der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze. Das heißt, das monatliche Pro-Kopf-Einkommen liegt unter  21 Euro. Die Hochgebirgslage erschwert die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Strom und öffentlichen Einrichtungen. Die zunehmende Landflucht schafft neue Probleme für Stadt und Land.

Energieschub für Entwicklung

Bhutan wählte Österreich in den 1980er-Jahren als Partnerland aus, um sich dort weiterzuentwickeln, wo die Alpenrepublik großes Know-how hat: in der Nutzung von Wasserkraft. Österreich war maßgeblich am Bau der wichtigsten Wasserkraftwerke Rangjung und Basochhu 1 und 2 beteiligt. 2015 soll das Kraftwerk Dagachhu ans Netz gehen. Österreich stellt dafür die technische Beratung. Durch die Kraftwerke – und vor allem durch den Ausbau des Stromnetzes – haben fast alle städtischen Haushalte in Bhutan Strom. Auf dem Land sind 87 Prozent der EinwohnerInnen mit Elektrizität versorgt. 2.700 Haushalte in besonders entlegenen Gebieten haben mit österreichischer Unterstützung Zugang zu Strom bekommen.

Happiness is a Place – Tourismus am Fuss des Himalaya

Tourismus ist ein wichtiges Standbein Bhutans. Immer mehr BhutanerInnen finden Arbeit in diesem Wirtschaftszweig. Tourismusfachkräfte werden seit 2010 mit österreichischer Unterstützung in einer modern ausgestatteten Tourismusfachschule ausgebildet. Ein angeschlossenes, noch in Bau befindliches 4-Sterne-Trainingshotel wird demnächst das praktische Ausbildungsangebot der Schule ergänzen. Bhutan setzt auf sanften Tourismus: hohe Qualität soll mit einem möglichst kleinen  ökologischen Fußabdruck einhergehen.

Demokratie stärken

Gute Regierungsführung ist eine der vier Säulen, die das Bruttonationalglück tragen. Justizreformen, die die Unabhängigkeit der Rechtsprechung von der Gesetzgebung und der Exekutive stärken, sind wichtig. Ein besonderer Schwerpunkt Bhutans liegt daher  in der Ausbildung von Richtern und Justizbeamten sowie dem Bau von Gerichtsgebäuden. Um das neue Selbstverständnis der Bevölkerung als aktiv mitgestaltende StaatsbürgerInnen zu stärken, unterstützt Österreich den Aufbau zivilgesellschaftlicher Organisationen. Denn die Demokratie ist noch jung. 2008 wurde im letzten buddhistischen Königreich im Himalaya die konstitutionelle Monarchie eingeführt. 2013 fanden die zweiten demokratischen Parlamentswahlen statt.

Von Österreich zum Dach der Welt

Die Schwerpunkte der österreichisch-bhutanischen Zusammenarbeit liegen in der Energieversorgung, der Tourismusentwicklung und in der Stärkung der Rechtsstaatlichkeit. Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen dem Königreich und Österreich begann Anfang der 1980er-Jahre. 1989 wurden offiziell diplomatische Beziehungen aufgenommen und 1994 ein Auslandsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in der Hauptstadt Thimphu eröffnet.

Weitere Informationen
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© Alice Gutlederer
Landkarte Bhutan