
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.
Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development AgencySie investieren in die Märkte der Zukunft?
Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.
Schwerpunktregion der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im asiatischen Raum ist die Region Himalaya-Hindukusch. Aufgrund der Topografie ergeben sich dort für die Menschen spezielle Herausforderungen: Die abgelegenen Berggebiete und fehlende Infrastruktur bieten der Bevölkerung kaum Einkommensmöglichkeiten. Die wachsenden Bevölkerungszahlen und der zunehmende Druck auf die empfindlichen, von Degradierung und Erosion bedrohten Gebirgsböden erschweren die Lebensbedingungen zusätzlich.
Um nachhaltige Erfolge zu erzielen, werden die Kräfte in der Region gebündelt. Die regionale Forschungs- und Wissensstätte, ICIMOD (International Centre for Integrated Mountain Development), wurde 1984 in Kathmandu von den Staaten Afghanistan, Bangladesh, Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal und Pakistan gegründet. ICIMOD setzt sich in der Region Himalaya-Hindukusch mit den spezifischen Problemen der Berg-regionen auseinander und zieltdarauf ab, die Lebensbedingungen der BewohnerInnen in den Bergregionen zu verbessern sowie einen nachhaltigen Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt abgestimmt mit anderen bi- und multilateralen Gebern, wie Finnland, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und der Schweiz sowie VN-Organisationen das Regional-programm von ICIMOD. Durch den von der Österreich geförderten Programmteil Environmental Change and Ecosystem Services soll etwa die Biodiversität erhalten bleiben und die Leistungen der Ökosysteme verbessert werden. Mittels Fallstudien wird das regionale Wissen um die Auswirkungen des Klimawandels auf die natürlichen Ressourcen in den Bergregionen des Himalya-Hindukusch dokumentiert. Darauf aufbauend werden angepasste Strategien, Technologien und Kapazitäten für ein gemeindebasierendes Ressourcenmanagement in den Bergregionen entwickelt. So wird etwa die Erhaltung einheimischer Bienenarten unterstützt. Die Bienenzucht bietet den BewohnerInnen der Region eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit.
Große Herausforderungen in den Bergregionen des Himalaya-Hindukusch sind die Ausbrüche der Gletscherseen aufgrund der voranschreitenden Gletscherschmelze. Österreich unterstützt ein Projekt, das die Risiken der Ausbrüche von Gletscherseen durch einen Mix aus Politikberatung, Bewusstseinsbildung, Frühwarnsystemen und technischen Maßnahmen minimiert. Im Rahmen des Pilotprojekts wird der Wasserspiegel des Thorthormi Gletschersees im Norden Bhutans abgesenkt, um dem drohenden Durchbruch der Moränenwälle zuvor zu kommen.