
- © by: OEZA/Stefan Pleger
Uganda
Uganda hat in den letzten Jahren zahlreiche positive Entwicklungen erzielt: Die Armut konnte verringert werden. Die Lebenserwartung und das Pro-Kopf-Einkommen sowie der Zugang zur Grundschulbildung sind gestiegen. Außerdem gilt der Staat am Viktoriasee als Musterbeispiel für AIDS-Aufklärung und Prävention.
Konfliktreicher Norden
Ungeachtet dieser Erfolge hat Uganda im Norden des Landes immer wieder mit Angriffen der Lord's Resistance Army (LRA) zu kämpfen. Nach zwei mehr oder weniger friedlichen Jahren ist nun wieder ein Erstarken der LRA zu beobachten, was ein Prognoseszenario zum derzeitigen Zeitpunkt schwer erscheinen lässt. Die Unterzeichnung eines endgültigen Friedensabkommens scheiterte bisher am Widerstand des berüchtigten LRA-Führers Joseph Kony. Österreich unterstützt die Bevölkerung in der Konfliktregion Norduganda mit langfristigen Konzepten, die Selbsthilfe und Eigenständigkeit fördern. Programme und Projekte zur Wiedereingliederung von Kindersoldaten und Flüchtlingen sowie der Aufbau von Instituten, die sich mit Konfliktvermeidung, Mediation und Konfliktlösung beschäftigen, werden finanziert.
Nationaler Aktionsplan zur Armutsminderung
Die Themen verantwortungsvolle Regierungsführung, Dezentralisierung und Stärkung des Rechtsbereichs stehen ebenfalls auf der Agenda des Österreichischen Engagements in Uganda. Somit orientiert sich Österreich an den Prioritäten der ugandischen Regierung, die im nationalen Aktionsplan zur Armutsbekämpfung Ugandas definiert sind. Eine weitere wichtige Säule der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) in Uganda stellt der Bereich Wasser- und Siedlungshygiene dar. Österreich kann hier auf langjährige Erfahrung und Expertise zurückgreifen und ist aufgrund zahlreicher Maßnahmen zur Unterstützung von Wasserversorgungs- und Siedlungshygieneprojekten ein wichtiger Partner Ugandas. Innerhalb der Gebergemeinschaft ist die Alpenrepublik ein angesehener Geber und hatte. 2006/2007 erstmals den Vorsitz in der Geberkoordination im ugandischen Wassersektor inne.
Eine alte Verbindung
Österreichs Beziehungen zu Uganda begannen schon in den frühen 1980er Jahren, noch vor der Machtergreifung des Staatspräsidenten Museveni im Jahr 1986. Damals trafen OppositionspolitikerInnen in Österreich zusammen und arbeiteten das "10-Punkte-Programm" des National Resistance Movement (NRM) aus. Dieses diente 1986 als Basis der Regierung Musevenis.
1991 eröffnete die Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) ein Koordinationsbüro in Kampala. Seit 1993 ist Uganda ein Schwerpunktland der OEZA.
Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Uganda



