
- © by: OEZA/Josef Schuster
Palästinensische Gebiete
Das Grundanliegen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) in den Palästinensischen Gebieten ist die Förderung des Nahost-Friedensprozesses. In Übereinstimmung mit der internationalen Gemeinschaft verfolgt Österreich das Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung. Im Einklang mit der Road Map und der EU Action Strategy unterstützt die OEZA die Palestinian Authority (PA) beim Aufbau effizienter, demokratisch legitimierter und kontrollierter Institutionen eines zukünftigen zusammenhängenden, souveränen, demokratischen Staates.
Aufbau personeller Ressourcen
Die OEZA arbeitet in den Palästinensischen Gebieten vorrangig mit der palästinensichen Behörde (PA), internationalen Organisationen und palästinensischen Nichtregierungsorganisationen zusammen. Sie fördert vor allem für die palästinensische Bevölkerung besonders wichtige Vorhaben im Bereich der Gesundheits- und Wasserversorgung sowie der Nothilfe und Flüchtlingsbetreuung. Besonderes Augenmerk wird auf die gleichzeitige Stärkung von Institutionen und den Aufbau personeller Ressourcen in den besetzten Gebieten gelegt.
Humanitäre Situation
Die humanitäre Situation in den besetzten Gebieten ist schwierig. Laut den Vereinten Nationen (United Nations Country Team) fehlt es am Schutz der Zivilbevölkerung. Gewalttaten nehmen zu. Im Gazastreifen kam es durch die Machtübernahme der Hamas im Juni 2007 zu einer eklatanten Verschlechterung der humanitären Situation: Israel schränkte die Öffnung der Grenzübergänge drastisch ein und beschränkte die Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit fördert humanitäre Programme zur Sicherung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung unter besonderer Berücksichtigung von Familien und Jugendlichen.
Ein Beispiel für österreichisches Engagement
Da das palästinensische Unterrichtsministerium aus Geldmangel sämtliche Sommerlager für Kinder in der Westbank und im Gazastreifen absagen musste, organisierten Nichtregierungsorganisationen Feriencamps für palästinensische Kinder. Nach einem dringenden Appell des VN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) brachte die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit 2008 rund 1 Million Euro in ein umfangreiches Sommerprogramm ein. Der Beitrag sicherte die Ferienbetreuung von 240.000 SchülerInnen und bot jungen Leuten Einkommen und Arbeitserfahrung.
Detaillierte Informationen in der Länderinformation Palästinensische Gebiete


