Südkaukasus
Die Aussicht auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Europäischen Union gilt als Antrieb für die Reformbestrebungen der Länder des Südkaukasus. Armenien, Aserbaidschan und Georgien erhoffen sich von einer EU-Annäherung eine Stabilisierung ihrer Gesamtlage und eine deutliche Verbesserung der sozioökonomischen Situation. Diese osteuropäischen Länder befinden sich seit ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991 noch immer in einer schwierigen Transformationsphase in Richtung Demokratie, Marktwirtschaft und umfassende Sicherheit.
Demokratie und Partizipation
Der Südkaukasus ist Europas ethnisch und sprachlich vielfältigste Region. Seit der Unabhängigkeit sind die einzelnen Staaten von ungelösten territorialen Konflikten geprägt. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) setzt im Südkaukasus daher ihren Fokus auf vertrauensbildende Maßnahmen, denn die Unterstützung eines inner- und zwischenstaatlichen Dialogs soll Konflikte als Haupthindernis für Entwicklung und Wohlstand transformieren helfen. Komplementär dazu fördert die OEZA die Stärkung demokratisch legitimierter und kontrollierter Exekutiv- und Justizsysteme. Um den Aufbau von pluralistisch-demokratischen Gesellschaften zu unterstützen, fördert die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit insbesondere Jugendliche, Frauen und JournalistInnen.
Sicherheit durch Entwicklung
In der seit 2006 bestehenden Schwerpunkt-Region Südkaukasus verfolgt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit einen regionalen Ansatz mit dem obersten Ziel, nachhaltig Frieden zu sichern. Österreich arbeitet dabei eng mit multilateralen Partnern, zivilgesellschaftlichen Organisationen und staatlichen Stellen zusammen. Einen allgemeinen Orientierungsrahmen bietet dabei die EU-Nachbarschaftspolitik, die darauf ausgerichtet ist, die Länder vor allem bei politischen und wirtschaftlichen Reformen, bei der Lösung ethnisch-territorialer sowie bei der Stärkung der Zivilgesellschaft zu unterstützen.
Für die Zukunft wird eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Privatsektorentwicklung angestrebt.


