
- © by: OEZA/Stefan Pleger
Mosambik
Mosambik gilt als Musterbeispiel für erfolgreichen politischen und wirtschaftlichen Wandel. Mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von rund sieben Prozent hat Mosambik eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften im südlichen Afrika. In der Listung des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) über die menschliche Entwicklung des Jahres 2007 ist Mosambik unter 177 Staaten von Platz 170 auf Platz 168 vorgerückt. Dennoch zählt der Staat an der Küste des Indischen Ozeans zu den ärmsten Ländern der Welt.
Armutsbekämpfung mittels Budgethilfe
Vorrangiges Ziel der mosambikanischen Regierung ist daher, den Anteil der armen Bevölkerung von 54 Prozent (2006) auf 45 Prozent im Jahr 2009 zu senken. Die konkreten Schritte zur Umsetzung dieses Vorhabens sind im Nationalen Aktionsplan 2006-2009 zur Bekämpfung der absoluten Armut (PARPA II) festgelegt. Durch die wachsende Gruppe von Geberländern, die in Form von genereller Budgethilfe Finanzmittel für den allgemeinen Staatshaushalt zur Verfügung stellt, wird PARPA II international unterstützt. Auch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) ist seit 2007 Mitglied dieser Gebergruppe und leistet seit 2008 einen Beitrag zur generellen Budgethilfe für Mosambik. Am 18. März 2009 wurde die neue Absichtserklärung zur finanziellen Unterstützung des Staatshaushaltes Mosambiks von Österreich unterzeichnet. Damit wird der Forderung nach einem effektiveren und effizienteren Einsatz der OEZA-Mittel im Sinne der Pariser Erklärung Rechnung getragen.
Bereits seit 2005 setzt die OEZA in Mosambik das Finanzierungsinstrument der sektoriellen Budgethilfe ein. Sie fördert dadurch den Etat des Landwirtschaftsministeriums mit der Zielsetzung eines nachhaltigen, gerechten Wachstums im landwirtschaftlichen Sektor bei gleichzeitigem Schutz der natürlichen Ressourcen. Die österreichischen Mittel sind ausschließlich der Provinz Sofala gewidmet, der Schwerpunktregion Österreichs in Mosambik.
Dezentralisierung und ländliche Entwicklung
Das Engagement der OEZA in Mosambik konzentriert sich darauf, die Dezentralisierungsbestrebungen der Regierung Mosambiks zu unterstützen. Im Vordergrund stehen die Stärkung der staatlichen Distrikt- und autonomen Gemeindeverwaltungen in der Provinz Sofala für ihre Planungs- und Partizipationsprozesse. Weiters gefördert wird die politische Teilnahme armer Bevölkerungsgruppen. Inhaltliche Themenbereiche sind Landwirtschaft, ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene sowie kleinere lokale Infrastrukturmaßnahmen.
Mosambik ist seit 1993 Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Zusammenarbeit mit Mosambik wird über das Koordinationsbüro in der Hauptstadt Maputo und die Außenstelle in Beira, Provinz Sofala, organisiert.
Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Mosambik




