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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Frau am Feld in Mosambik
© by: ADA/Stefan Pleger

Mosambik

Mosambik gilt als Musterbeispiel für erfolgreichen politischen und wirtschaftlichen Wandel. Trotz wichtiger und enormer Fortschritte und Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, soziale Sicherheit, öffentliche Verwaltung und Wirtschaftsentwicklung zählt die Republik jedoch noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in absoluter Armut. Es gilt trotz kontinuierlichen Wachstums und der im afrikanischen Vergleich sehr guten Wirtschaftsdaten die anhaltende Armut zu mindern und die enormen Vorkommen an natürlichen Ressourcen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes zu nutzen. Auch die Bereiche Regierungsführung, Korruptionsbekämpfung und der Kampf gegen HIV/AIDS sind große Herausforderungen.

Armutsbekämpfung mittels Budgethilfe

Vorrangiges Ziel der mosambikanischen Regierung ist es, den Anteil der armen Bevölkerung von 55,2 Prozent (2010) auf 45 Prozent im Jahr 2014 zu senken. Die konkreten Schritte zur Umsetzung dieses Ziels sind im aktuellen nationalen Aktionsplan zur Minderung der absoluten Armut PARP 2011-2014 festgelegt. Durch die wachsende Gruppe von Geberländern, die in Form von genereller Budgethilfe Finanzmittel für den allgemeinen Staatshaushalt zur Verfügung stellt, wird das PARP international unterstützt. Auch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ist seit 2007 Mitglied dieser Gebergruppe und leistet seit 2008 einen Beitrag zur generellen Budgethilfe für Mosambik. Damit wird der Forderung nach einem effektiveren und effizienteren Einsatz von Entwicklungszusammenarbeit im Sinne der Pariser Erklärung Rechnung getragen.


Bereits seit 2005 unterstützt Österreich Mosambik mittels sektorieller Finanzierung. So wird der Etat des Landwirtschaftsministeriums gefördert, mit der Zielsetzung eines nachhaltigen, gerechten Wachstums im landwirtschaftlichen Sektor bei gleichzeitigem Schutz der natürlichen Ressourcen.

Dezentralisierung und ländliche Entwicklung

Das Engagement Österreichs in Mosambik konzentriert sich darauf, die Dezentralisierungsbestrebungen der Regierung Mosambiks zu unterstützen. Im Vordergrund stehen die Stärkung der staatlichen Distrikt- und autonomen Gemeindeverwaltungen für ihre Planungs- und Partizipationsprozesse in der Provinz Sofala. Weiters gefördert wird die politische Teilnahme armer Bevölkerungsgruppen. Inhaltliche Themenbereiche sind Landwirtschaft, ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene sowie kleinere lokale Infrastrukturmaßnahmen.


Mosambik ist seit 1993 Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Zusammenarbeit mit Mosambik wird über das Koordinationsbüro in der Hauptstadt Maputo organisiert.


Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Mosambik