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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

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Frau in Bosnien und Herzegowina beim Grundbuchamt
© by: ADA

Bosnien und Herzegowina

Die gemeinsame Geschichte sowie intensive Beziehungen auf wirtschaftlicher und institutioneller Ebene verbinden Österreich eng mit Bosnien und Herzegowina. Seit 1992 ist das multiethnische Land auf dem Balkan auch Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Österreich unterstützt die europäische Integration Bosnien und Herzegowinas ebenso wie die der anderen Länder der Region. Im Juni 2008 unterzeichnete Bosnien und Herzegowina das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA). Mit diesem Vertrag werden die Beziehungen zwischen der EU und Bosnien und Herzegowina geregelt. Er ermöglicht eine weitrechende politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit und fördert den Prozess der Einbindung in die europäischen Strukturen.

Aufbau von wirtschaftlichen Strukturen

Denn trotz einer stabilen gesamtwirtschaftlichen Situation - vor Beginn der globalen Wirtschaftskrise - hat die Wirtschaftskraft des Landes erst die Hälfte des Vorkriegsniveaus erreicht. Ein Fünftel der Bevölkerung lebt nach wie vor unter der Armutsgrenze. Im Vordergrund der Entwicklungsziele von Bosnien und Herzegowina selbst stehen der Aufbau wirtschaftlicher Strukturen und die Schaffung eines funktionierenden Sozial-, Gesundheits- und Pensionssystems.

Gemeinsame Identität stärken

Die OEZA unterstützt die Stärkung der multiethnischen Gesellschaft Bosnien und Herzegowinas. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen dem Balkanstaat und Österreich liegen in der Förderung der Wirtschaft und des Bildungssystems. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung steht die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investoren sowie die Stärkung von Klein- und Mittelbetrieben im Vordergrund. Im Bildungsbereich wird auf die Stärkung der Universitäten, etwa durch Unterstützung beim Entwickeln moderner Lehrpläne oder die Förderung von bosnisch-herzegowinischen ForscherInnen an der Teilnahme an EU-Forschungsprogrammen, gesetzt.

Zusammenarbeit auf anderer Ebene

Nach jahrelanger Entwicklungszusammenarbeit mit Bosnien und Herzegowina gilt es nun den Staat bei der Heran-führung an die Europäische Union bestmöglich zu unter-stützen. Die EU stellt dafür zahlreiche Instrumente zur Verfügung. Mit Ende Juni 2011 wurde das Koordinationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Sarajewo geschlossen und mit einem graduellen Rückzug aus Bosnien und Herzegowina bis 2013 begonnen. Um die Erfolge der österreichischen Hilfe nachhaltig abzusichern, werden bis dahin alle noch laufenden Projekte und Programme zu Ende geführt und an Projektpartner übergeben. Die Zusammenarbeit im Rahmen von Wirtschaftspartnerschaften und von Kooperationen von Nichtregierungsorganisationen bleibt weiterhin bestehen.

 

Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Bosnien und Herzegowina