
- © by: OEZA/Brigitte Holzner
Moldau
Obwohl sich die soziale und wirtschaftliche Lage in Moldau in den vergangenen Jahren verbessert hat, bleibt Armut ein weit verbreitetes Problem. Die Regierung will nun mit einem umfassenden wirtschafts- und sozialpolitischen Programm der negativen Entwicklung seit der Unabhängigkeit des Landes gegensteuern.
Gemeinsam gegen die Armut
Österreich unterstützt die ehemalige Sowjetrepublik Moldau und orientiert sich in der Zusammenarbeit mit dem Land zwischen Rumänien und der Ukraine an der strategischen Ausrichtung des EU-Aktionsplans im Rahmen des Nachbarschaftsinstruments. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) will vor allem dazu beitragen, die Armut zu mindern und insbesondere im ländlichen Raum neue Perspektiven zu schaffen. Seit 2004 ist die Republik Moldau Schwerpunktland der OEZA.
Schwierige Eigenständigkeit
Die Schwierigkeiten, mit denen die Republik Moldau zu kämpfen hat, liegen unter anderem darin, dass Russland mit einer Beschränkung auf moldauische Exportartikel eine Wirtschaftkrise ausgelöst hat. Außerdem hat sich das russischsprachige Transnistrien de fakto von der Republik abgespaltet. Seit ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1991 wurde die ehemals wohlhabende Sowjetrepublik so zu einem der ärmsten Länder Europas.
Der wichtigste, aber unproduktive Erwerbszweig des Landes ist die Landwirtschaft. Über eine Million Einwohner, also fast jede/r vierte StaatsbürgerIn, hat aufgrund fehlender Verdienstmöglichkeiten Moldau verlassen, trägt aber durch Rücküberweisungen wesentlich zum Bruttonationalprodukt bei. Die moldauische Regierung versucht mit Maßnahmen der ländlichen und regionalen Entwicklung, Reformen in der Verwaltung und durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der großen Armut entgegenzutreten. Schwerpunkte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Moldau sind Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie der Bereich Wirtschaft und Beschäftigung mit Fokus auf Berufsbildung.
Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Moldau



