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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

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Frau in einer Textilfabrik in Moldau
© by: ADA/Brigitte Holzner

Moldau

Obwohl sich die soziale und wirtschaftliche Lage in Moldau in den vergangenen Jahren verbessert hat, bleibt Armut ein weit verbreitetes Problem.

Schwierige Eigenständigkeit

Die aktuellen Schwierigkeiten der Republik Moldau nahmen mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ihren Ausgang, als die kleine moldauische Wirtschaft abrupt vom traditionellen, vor allem russischen Absatzmarkt abgeschnitten wurde. Darüber hinaus spaltete sich der russischsprachige Landesteil Transnistrien, der den Großteil der moldauischen Industrie beherbergte, 1992 de facto von der Republik Moldau ab. Nach ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1991 wurde die ehemals wohlhabende Sowjetrepublik so zu einem der ärmsten Länder Europas.

Der wichtigste, aber wenig ertragreiche Erwerbszweig des Landes ist die Landwirtschaft. Aufgrund fehlender Verdienstmöglichkeiten hat mehr als eine Million EinwohnerInnen Moldau verlassen, trägt aber durch Rücküberweisungen wesentlich zum Bruttonationalprodukt bei.

Die moldauische Regierung versucht durch Maßnahmen in der ländlichen und regionalen Entwicklung, durch Reformen in der Verwaltung und durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Armut entgegenzuwirken. Ein umfassendes wirtschafts- und sozialpolitisches Programm (Economic Stabilisation and Recovery Programme 2009-2011) soll die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf Moldau verringern und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes langfristig und nachhaltig vorantreiben.

Gemeinsam gegen die Armut

Österreich unterstützt die ehemalige Sowjetrepublik Moldau und orientiert sich in der Zusammenarbeit mit dem Land an der strategischen Ausrichtung des EU-Aktionsplans im Rahmen des Nachbarschaftsinstruments. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) will vor allem dazu beitragen, die Armut zu mindern und im ländlichen Raum neue Perspektiven zu schaffen. Seit 2004 ist die Republik Moldau Schwerpunktland der OEZA. Die österreichischen Aktivitäten in Moldau konzentrieren sich dabei auf Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie den Bereich Wirtschaft und Beschäftigung mit Fokus auf Berufsbildung.

 

Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Moldau