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Junge Menschen vor der Universität in Serbien
© by: Mirjana Zivanovic und Slobodan Polic/SEEMO

Serbien

Die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich die Republik Serbien seit dem Zerfall Jugoslawiens stellen muss, sind auch heute noch enorm. Obwohl das Wirtschaftswachstum des Landes konstant steigt, liegt das Durchschnittseinkommen bei nur rund 360 Euro im Monat. Gleichzeitig gerät die Inflation zusehends außer Kontrolle. Rund ein Viertel der Bevölkerung ist arbeitslos. Aber: Serbien hat Potenzial.

Zukunftsperspektiven: Bildung und Wirtschaft

Das Bildungsniveau der Menschen ist relativ gut. Und die Industrie, die Land- und Forstwirtschaft sowie der Dienstleistungssektor haben beträchtliches Entwicklungspotenzial. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt die Entwicklung Serbiens daher mit Programmen, die Wirtschaft und Beschäftigung fördern. Oberstes Ziel der OEZA ist dabei die Minderung der Armut nach serbischer Strategie. Durch eine verbesserte Arbeitsmarktverwaltung und die Einführung von Qualitätsstandards wird das Investitionsklima gestärkt und so die regionale Entwicklung gefördert. Neue Arbeitsplätze und eine arbeitsmarktorientierte Berufsbildung sollen vor allem jungen Menschen Zukunftsperspektiven in ihrer Heimat bieten. Durch Projekte in den Bereichen Hochschulbildung und Berufsbildung, aber auch durch gezielte Schulungen für berufstätige und Arbeit suchende Menschen wird das Qualifikationsniveau der Bevölkerung erhöht.

Europäischer Integrationskurs und integrierte regionale Entwicklung

Österreich unterstützt Serbien auch bei der Integration in die EU sowie bei der Sicherung von Stabilität und Frieden. Nach dem Zerfall des kommunistischen und politischen Systems Jugoslawiens und seit dem Ende der Ära Milosevic steht Serbien vor großen politischen Herausforderungen. Die Loslösung des Kosovo spaltet das Land politisch tief. Noch ist nicht absehbar, ob der unter dem ermordeten Premierminister Djindjic eingeschlagene europäische Integrationskurs fortgesetzt wird oder die autoritär-nationalistischen Kräfte der Vergangenheit wieder erstarken und politisch die Oberhand gewinnen.


Für eine möglichst wirksame Entwicklungs-Kooperation mit Serbien stimmt die OEZA ihre Programme sowohl mit dem Partnerland als auch mit anderen Gebern wie der Europäischen Union ab. Österreich ist seit 1999 in Serbien aktiv und hat im Jahr 2002 ein Koordinationsbüro in Belgrad eröffnet. Geografisch konzentriert sich die OEZA hauptsächlich auf die Regionen Vojvodina und Südserbien, wobei sich der methodische Ansatz einer integrierten regionalen Entwicklung sehr bewährt. Bei der Realisierung der Paris-Agenda ist die OEZA in Serbien unter den Gebern führend, vor allem hinsichtlich der Aspekte "Ownership" und "Alignment".


Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Serbien