Westafrika/Sahel
Auf allen Ebenen und mit allen relevanten Gruppierungen an einem Strang ziehen, das ist die Strategie, die internationale Nichtregierungsorganisation wie ENDA (Environnement et Développement du Tiers Monde) oder SWAC (Sahel and West Africa Club) in Westafrika verfolgen. Die beiden Netzwerke sind zwei von vielen Kooperationen auf zivilgesellschaftlicher Ebene, die sich um länderübergreifende Problemlösungen in der Region bemühen.
Mit vereinten Kräften
Denn die Region Westafrika hat zwar eine große Geschichte und vielfältige Kulturen, aber durch hohe Verschuldung, wenig Außenhandel und die Abhängigkeit von Erdöl wirtschaftlich einen schweren Stand. Regionale Wirtschaftsvereinigungen wie ECOWAS (Economic Community of West African States) nehmen diese Herausforderungen bereits an. Sie forcieren die wirtschaftliche Integration der Mitgliedsländer und verfolgen länderübergreifende sicherheitspolitische Zielsetzungen.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) fördert in Westafrika regionale Organisationen beim Erfahrungsaustausch und ihren Bemühungen zu Friedenssicherung und Konfliktprävention. Ein weiterer OEZA-Schwerpunkt in der Region ist die Bekämpfung der fortschreitenden Wüstenbildung in der Sahel-Zone. Die Länder werden beim Umgang mit der Knappheit der Ressourcen unterstützt.
Österreichisches Engagement
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) arbeitet in Westafrika seit den 1960er-Jahren mit den Schwerpunktländern Burkina Faso und Kap Verde zusammen. Die Vernetzung der Landesprogramme für diese drei Staaten erfolgt über den Austausch von innovativen Entwicklungsmodellen im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft, der Energieversorgung, des integrierten Ressourcenmanagements und erfolgreichen Bildungsmodellen (z.B. Berufsbildung Burkina Faso). Die OEZA-Projekte im Wassersektor auf Kap Verde gelten als Vorzeigemodell für eine Form von Wassermanagement, das den Schutz von natürlichen Ressourcen bei gleichzeitiger Stärkung der Landwirtschaft ermöglicht.


