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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Frau in Kap Verde vor einem Raumplanungsplan
© by: Brigitte Pilz

Kap Verde

Kunst und Kultur verbinden Österreich mit Kap Verde seit mehr als 30 Jahren. Der Maler Friedensreich Hundertwasser entwarf 1975 nach einem Besuch auf der Inselgruppe im Atlantik eine Sonderbriefmarke und unterstützte damit die Finanzierung von Brunnen in Kap Verde.

Aktionsplan gegen Armut

Da Kap Verde seine Bevölkerung nicht ernähren konnte, sind viele Menschen ausgewandert. Von den 1,1 Millionen Kapverdiern leben derzeit etwa 700.000 im Ausland. Mittlerweile verfolgt der Inselstaat allerdings einen erfolgreichen Weg im Kampf gegen Hunger und Armut. Die Entwicklungsschritte des Landes gelten als beispielhaft für ganz Afrika. Zentraler Schlüssel ist der nationale Aktions­plan zur Armutsbekämpfung. Dieser setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die Wirtschaftswachstum und soziale Gerechtigkeit fördern. Außerdem unterstützt die Regierung durch den Plan die Stärkung der Selbsthilfekräfte der Armen sowie die Position der Frauen und verbessert die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur ländlicher Gemeinden.

Kap Verde goes Europe

2008 wurde Kap Verde von den Vereinten Nationen von der Gruppe der ärmsten Länder (Least Developed Countries) zu den Ländern mittleren Einkommens aufgewertet. Die Europäische Union unterhält eine Sonderpartnerschaft mit dem Inselstaat, und auch für Österreich bedeutet die vielversprechende Entwicklung Kap Verdes eine Änderung seiner Zusammenarbeit.

 

Nachdem Kap Verde von 1986 bis 2010 ein Schwerpunkt­land der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) mit einem Koordinationsbüro in der Hauptstadt Praia war, heißt es nunmehr: weg von der klassischen Entwicklungszusammenarbeit und hin zu einer Unter­stützung im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen EU und Kap Verde sowie einer verstärkten wirtschaftlichen Kooperation. Von der OEZA unterstützte Projekte in den Schwerpunktbereichen der langjährigen Kooperation, nämlich Regionalentwicklung und De­zentralisierung sowie integriertes Ressourcenmanagement, wurden bis Ende 2010 zu einem ordentlichen Abschluss gebracht. Die mit anderen Gebern gemeinsam vereinbarte  Unterstützung der Regierung Kap Verdes in Form von Sektorfinanzierung für den Bereich Umwelt wird Österreich noch bis Ende 2011 weiterführen.

 

Neben neuer Finanzierungsinstrumente, die nunmehr verstärkt für Kap Verde zur Anwendung kommen (z.B. im Rahmen von Vereinbarungen zwischen den Finanz- bzw. Umweltministerien der beiden Länder), werden die vielen persönlichen Kontakte, die von Anfang an wichtig für die Zusammenarbeit von Kap Verde und Österreich waren, durch Städtepartnerschaften und Schulfreundschaften nach wie vor aufrechterhalten.


Detaillierte Informationen zum Land in der Länderinformation Kap Verde