Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen dem Königreich Bhutan und Österreich begann Anfang der 1980er-Jahre. Seit 1994 ist die Austrian Development Agency mit einem Auslandsbüro in der Hauptstadt Thimphu vertreten. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen in der Energieversorgung, Tourismusentwicklung und Stärkung der Rechtsstaatlichkeit.

Die Regierung des Landes am "Dach der Welt" achtet neben der wirtschaftlichen Entwicklung vor allem auf die Bewahrung der kulturellen Identität sowie dem Schutz der Umwelt. Stichwort  ist hier das viel zitierte Konzept des Brutto-National-Glücks, das die Politik des Landes bestimmt.

Energie, Glück und Demokratie

Bhutan wählte Österreich als Partner aus, um sich in jenen Bereichen weiterzuentwickeln, in denen die Alpenrepublik großes Know-how besitzt: etwa in den Bereichen Forst- und Landwirtschaft oder Tourismus. Österreich war maßgeblich am Bau der Wasserkraftwerke Rangjung und Basochhu beteiligt. Das dritte große Wasserkraftwerk Dagachu wurde, mit technischer österreichischer Fachexpertise im Hintergrund und österreichischer Kreditfinanzierung, federführend von Bhutan errichtet.

Neben dem Stromexport ist der sanfte Tourismus ein zentrales wirtschaftliches Standbein Bhutans. Tourismusfachkräfte werden mit österreichischer Unterstützung seit 2010 in einer modern ausgestatteten Tourismusfachschule ausgebildet.

Darüber hinaus unterstützt Österreich das Königreich Bhutan beim Aufbau seiner jungen rechtsstaatlichen Struktur: Österreich baut die ersten Gerichtshöfe und unterstützt eine serviceorientierte Ausbildung von RichterInnen und GerichtsdienerInnen.