Die Auswirkungen des Klimawandels und der wiederkehrenden Naturkatastrophen führen in den Inselstaaten der Karibik wiederholt zu Rückschlägen der Entwicklung. Die Abhängigkeit von Energieimporten ist eine weitere große Herausforderung. Österreich unterstützt die Region vor allem über die karibische Gemeinschaft CARICOM beim Aufbau institutioneller Kapazitäten und mit Fachexpertise in den Bereichen Katastrophenrisikomanagement und erneuerbare Energie sowie Energieeffizienz.

Katastrophenprävention

Die Austrian Development Agency fördert seit 2007 CDEMA, die Agentur für Katastrophenmanagement der karibischen Gemeinschaft, und seit 2013 das Regionalbüro des Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UNOCHA). Seit Februar 2016 wird auch das Büro der Vereinten Nationen für Katastrophenrisiko-Reduktion (UNISDR) unterstützt. Auf effiziente regionale Koordination und Kooperation wird dabei besonders geachtet, da dies im Katastrophenrisikomanagement essentiell ist.

Auf erneuerbare Energie setzen

Erneuerbare Energie und Energieeffizienz bilden einen zweiten großen Schwerpunkt der Arbeit der ADA in der Karibik. Um die Abhängigkeit der Inselstaaten von importiertem Erdöl oder Erdgas zu verringern, wurde bereits 2008 das "Programm zur Entwicklung Erneuerbarer Energien in der Karibik" (CREDP) gestartet. Damit wurden die politischen Rahmenbedingungen für die Förderung von erneuerbaren Energie geschaffen sowie entsprechendes Know-how aufgebaut. Gemeinsam mit der Organisation für industrielle Entwicklung der Vereinten Nationen (UNIDO) wurde im Herbst 2015 auf Barbados ein regionales Zentrum für erneuerbare Energie und Energieeffizienz in der Karibik (CCREEE) errichtet. Nach afrikanischem Vorbild (EACREEE) soll das Zentrum die Länder der Region auf ihrem Weg in die Energiewende unterstützen.