Äthiopien ist seit 1993 Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Das Land, das 13,5-mal so groß ist wie Österreich, hat trotz vieler Fortschritte noch einige Herausforderungen zu bewältigen: Eine effektive und  transparente Verwaltung ausbauen, die zur Teilnahme aller führt, die landwirtschaftliche Produktion steigern und Ernährungssicherheit gewährleisten, darum geht es dem Land in der Zusammenarbeit mit der Austrian Development Agency.

Know-how für BergbäuerInnen und NomadInnen

Die Landwirtschaft ist das Rückgrat des Staates am Horn von Afrika. Rund drei Viertel der Erwerbstätigen arbeiten in diesem Sektor. Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung stehen deswegen auch im Zentrum des österreichischen Engagements. In der Region Nord Gondar werden äthiopische Bauernfamilien dabei unterstützt ihre Ernteerträge zu erhöhen, um Vorräte anlegen und durch den Verkauf von Milch oder Obst ein Zusatzeinkommen verdienen zu können. So sind Dorfgemeinschaften besser für Dürreperioden oder Missernten vorbereitet.

Recht auf Grundversorgung

Ein weiteres Ziel der ADA ist die Regierung dabei zu unterstützen, in den Bereichen Wasser, Bildung und Gesundheit eine Basisversorgung gewährleisten zu können. Alle Bevölkerungsgruppen sollen gleichberechtigt Zugang zu den Angeboten des Staates bekommen und sich aktiv in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbringen können. Vor allem die Teilnahme und Einbringung von Frauen sowie ihre Rechte werden besonders gestärkt. Zusätzlich unterstützt die ADA auch demokratische Institutionen wie die Volksanwaltschaft, die Menschenrechtskommission oder den Rechnungshof. So erhält die Bevölkerung mehr Möglichkeiten Rechtsansprüche demokratisch einzufordern.