Uganda hat in den letzten Jahren zahlreiche positive Errungenschaften erzielt: hohes Wirtschaftswachstum; die Armut konnte stark verringert werden, die Lebenserwartung und das Pro-Kopf-Einkommen sowie der Zugang zur Grundschulbildung, zu sauberem Wasser und zu Rechtsberatung sind gestiegen.

Verbesserung der Wasserversorgung und des Justizwesens

Ungeachtet dieser generellen Erfolge hat der Norden des Landes auch Jahre nach dem Ende des 20-jährigen Konflikts einen großen Aufholbedarf. Viele Jahre lang terrorisierte die Lord's Resistance Army (LRA) die Bevölkerung in Norduganda. Die Infrastruktur wurde zum Teil wieder aufgebaut, die Qualität der Dienstleistungen in Gesundheitsstationen und Schulen, bei Polizei, Gericht sowie der Zugang zu sauberem Wasser müssen weiter verbessert werden. Gewalt, vor allem an Frauen, Jugendarbeitslosigkeit und Landstreitigkeiten sind vordringliche Probleme. Die Austrian Development Agency (ADA) unterstützt die Bevölkerung in Uganda mit der Finanzierung von Programmen und Projekten zur Wasserversorgung und Siedlungshygiene sowie zur Förderung von Menschenrechten und zur Verbesserung des Justizwesens. Die ADA arbeitet diesbezüglich eng mit der ugandischen Regierung und mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.

Nationaler Entwicklungsplan

Uganda setzt in der Entwicklung auf Wirtschaftswachstum. Und das soll durch gezielte Investitionen in den Transport- und Energiesektor, in die Landwirtschaft und den Privatsektor erreicht werden. Die Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum – wie etwa gute Ausbildungsmöglichkeiten oder Rechtsstaatlichkeit - stehen daher im Mittelpunkt der Zusammenarbeit zwischen Österreich und Uganda. Eine andere wichtige Säule ist die Erweiterung der Wasserversorgung und Siedlungshygiene des Landes. Österreich kann hier auf langjährige Erfahrung und Expertise zurückgreifen und ist deshalb ein wichtiger Partner Ugandas. Innerhalb der Gebergemeinschaft ist Österreich ein angesehener Geber; im ugandischen Wassersektor hat die ADA regelmäßig den Vorsitz in der Geberkoordination inne.

Uganda ist seit 1993 ein Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.