Armenien, das Land der Steine, ist mit 29.800 km2 etwa so groß wie die Bundesländer Tirol und Steiermark zusammen. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, obwohl nach dem Zerfall der Sowjetunion Absatzmärkte und durch die Auflösung der Großbetriebe Know-how und Maschinen fehlen. Die Folge ist Migration.

Grundlagen für Entwicklung schaffen

In der Zusammenarbeit mit Armenien setzt die ADA daher auf die Förderung von Landwirtschaft. Durch die Weitergabe von Wissen und neue Anbaumethoden wird die landwirtschaftliche Produktivität gesteigert. Der Aufbau von kleinen Molkereien oder anderen Verarbeitungsbetrieben bietet Zukunftsperspektiven für Menschen am Land.

Darüber hinaus unterstützt Österreich den Aufbau moderner und effizienter Verwaltungsstrukturen, um die notwendigen Rahmenbedingungen wirtschaftliches Engagement zu schaffen. Erschwert wird die Situation des Landes durch die fehlenden diplomatischen Beziehungen zur Türkei und durch den Konflikt mit Aserbaidschan im Osten und Südwesten Armeniens. Lediglich zu den Nachbarn im Norden und Süden – Georgien und dem Iran – pflegt Armenien freundschaftliche Beziehungen.

Das Engagement Österreichs in Armenien geht auf das schwere Erdbeben 1988 zurück. Damals wurde humanitäre Hilfe geleistet. Seit 2011 ist Armenien ein Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.