Mosambik galt viele Jahre als Erfolgsbeispiel für politischen Wandel und hat wichtige Fortschritte in sozialen Bereichen wie Bildung, Gesundheit oder der soziale Versorgung erreicht. Durch einen wiederaufgeflammten politisch-militärischen Konflikt sowie einer tiefgehenden Wirtschafts- und Finanzkrise haben sich die Aussichten aber nun verschlechtert. Mosambik zählt noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in absoluter Armut. Österreich unterstützt Mosambik bei der Armutsminderung und bei der Dezentralisierung der Verwaltung - vor allem in der Provinz Sofala. Landwirtschaft und ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene stehen dabei im Vordergrund. Mosambik ist seit 1993 Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Zusammenarbeit mit Mosambik wird über das Auslandsbüro der Austrian Development Agency in der Hauptstadt Maputo koordiniert.

Armutsbekämpfung mittels Budgethilfe

Vorrangiges Ziel der mosambikanischen Regierung ist es, den Anteil der armen Bevölkerung zu senken. Die konkreten Schritte dazu sind im Fünfjahresplan 2015-2019 der Regierung festgelegt. Durch die Förderung des landschaftlichen Sektors soll neben Nahrungsmittelsicherheit auch eine positive wirtschaftliche Entwicklung erreicht werden. Eine Gruppe von 14 Geberländern unterstützt Mosambik in Form von genereller Budgethilfe, das heißt es wird Geld für den allgemeinen Staatshaushalt zu Verfügung gestellt. Auch Österreich ist Mitglied dieser Gebergruppe und leistet seit 2008 Budgethilfe. Im Frühjahr 2016 wurde diese direkte Budgethilfe ausgesetzt, da Entwicklungen in den Bereichen Menschenrechte, Transparenz, Rechenschaftspflicht und makroökonomischer Rahmen Anlass zu Besorgnis geben.

Nahrung sichern und Einkommen schaffen

Bereits seit 2005 unterstützt Österreich Mosambik im Landwirtschaftsbereich mit sektorieller Finanzierung. Der Etat des Landwirtschaftsministeriums wird finanziell unterstützt, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Die KleinbläuerInnen in Sofala werden mit nachhaltigen Methoden in der Landwirtschaft und neuen Technologien vertraut gemacht. Frauen werden besonders unterstützt und ihre ökonomische Selbstständigkeit als Bäuerinnen gefördert.

Darüber hinaus unterstützt die ADA den Auf- und Ausbau der Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Mosambik.