Teilen btn_sharing

Suche

Inhalte der Website durchsuchen

suche / search

entwicklung.at LogoMitmachen - Österreich weltweit engagiert

Wirtschaftspartnerschaften

Sie investieren in die Märkte der Zukunft?

Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.

mehr >>

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
© ADA
Weltkarte

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika,
Asien, Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit trägt dazu bei, Armut zu mindern, die natürlichen Ressourcen zu schützen sowie Frieden und menschliche Sicherheit in den Partnerländern zu fördern. Langfristige Programme und Projekte leisten Hilfe zur Selbsthilfe und verbessern die Lebensbedingungen der Menschen der Region.

Die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit Österreichs hat sich in den 1960er-Jahren aus privaten Kontakten und Entwicklungshilfeaktivitäten entwickelt. Weltweit profitieren Millionen Menschen von der OEZA. Die rechtliche Grundlage der OEZA ist das im Jahr 2002 beschlossene und 2003 novellierte Gesetz über Entwicklungszusammenarbeit (EZA-Gesetz). Es enthält einen konkreten Zielkatalog, der für die gesamte Bundesverwaltung entwicklungspolitische Kriterien vorschreibt. Kernpunkte sind Armutsminderung, die Sicherung von Frieden und menschlicher Sicherheit sowie die Erhaltung der Umwelt. Ebenfalls verankert sind die in den Programmen und Projekten geltenden Grundprinzipien: Eigenverantwortung der Partnerländer für ihren Entwicklungsweg, Respekt vor kultureller Vielfalt, Gleichstellung von Frauen und Männern und Rücksicht auf die Bedürfnisse von Kindern und Menschen mit Behinderung.

Programmierung

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ist Teil der österreichischen Außenpolitik. Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) ist daher für die strategische Ausrichtung verantwortlich. Im Dialog mit den Partnerländern sowie mit der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, arbeitet das Außenministerium Programme aus und legt im Dreijahresprogramm die entwicklungspolitischen Positionen Österreichs fest. Darin werden die Grundlagen der österreichischen Entwicklungspolitik auf Basis der internationalen Verpflichtungen und des österreichischen Entwicklungszusammenarbeits-Gesetzes festgeschrieben.

Umsetzung

Die Austrian Development Agency (ADA) ist für die Umsetzung von bilateralen Programmen und Projekten in den Partnerländern verantwortlich und verwaltet das dafür vorgesehene Budget. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildungs- und Informationsarbeit in Österreich, um das Thema Entwicklungszusammenarbeit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Finanzierung

Die ODA (official development assistance) umfasst alle österreichischen öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen von Bund, Ländern und Gemeinden, die vom Entwicklungshilfeausschuss der OECD (DAC) anerkannt werden. Das Budget der ADA ist ein nur relativ kleiner Teil davon. Dieser Teil umfasst die bilateralen Programme und Projekte und bildet gemeinsam mit der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium den Kern der gestaltbaren österreichischen Aktivitäten. Zusätzlich tragen auch Ministerien, Bundesländer und Gemeinden mit öffentlichen Mitteln zur ODA bei.

Weitere Informationen
ODA-Bericht 2014

III.I.6 Entwicklungspolitische Querschnittsthemen (Policy Objective Markers) in den Leistungen der bilateralen OEZA-Mitteln der ADA

Die sogenannten "Policy Objective Markers" (Marker für entwicklungspolitische Querschnittsthemen) wurden im DAC als Instrumentarium eingeführt, das dazu dient, die Umsetzung allgemeiner internationaler Entwicklungsziele (zB. Geschlechtergleichstellung oder Umweltschutz) in den EZA-Programmen und Projekten der DAC-Geber zu verfolgen. Die Marker messen, in welchem Teil ihres Portfolios EZA-Geber diese entwicklungspolitischen Ziele bereits konkret berücksichtigt haben, und dokumentieren, in welchen Programmen und Projekten diese als spezifisches, d.h primäres Ziel (Marker 2) bzw. als integriertes, d.h. signifikantes sekundäres Ziel (Marker 1) verankert sind. Da EZA Projekte/Programme mehr als ein konkretes Ziel verfolgen können, ist es auch möglich, dass sie mehr als einen Marker haben. Auf Basis dieses Konzepts treffen Markerdaten daher keine quantitative Aussage wie viel der Mittel für bestimmte Ziele eingesetzt, sondern in welchem Ausmaß diese Ziele in den neugeschlossenen Verträge eines Berichtsjahres verankert wurden. Die zu betrachtenden Größen sind daher nicht die Auszahlungen, sondern das verbindlich neu zugesagte Vertragsvolumen (Commitments), allenfalls in Kombination mit der Anzahl der Verträge. Es muss auch festgehalten werden, dass die Marker 2 und 1 keine Abstufung im wertenden Sinn bedeuten, sondern Ausdruck verschiedener methodischer Herangehensweisen sind.

Im Rahmen des DAC werden zur Zeit folgende entwicklungspolitische Themen mittels Marker erfasst: Gender Equality, Reproductive Maternal Newborn and Child Health, Aid to Environment, Participatory Development and Good Governance, Trade Development, UN Framework Convention on Climate Change (mitigation and adaptation), UN Convention on Biological Diversity, UN Convention to Combat Desertification. In untenstehenden Tabellen wird das operative Budget der OEZA/ADA analysiert, da in diesem Kernbereich der österreichischen ODA eine systematische Qualitätssicherung der Markerdaten stattfindet.