Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ermöglicht Sommerferien für palästinensische Kinder
Wien, 24. Juni 2008 - Nach einem dringenden Appell des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge bringt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit rund eine Millinon Euro in ein umfangreiches Sommerprogramm ein. Der Beitrag sichert die Ferienbetreuung von 240.000 SchülerInnen und bietet jungen Leuten Einkommen und Joberfahrung.
"Wir wollen den Kindern und Jugendlichen zumindest in den Sommermonaten ein Gefühl der Hoffnung und Perspektive geben", sagt Karen Koning Abu Zayd, Leiterin des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (United Nations Relief and Works Agency, UNRWA) heute bei der Vertragsunterzeichnung in Wien. Bereits im vergangenen Jahr hat UNRWA mit dem Programm "Sommerspiele" über zehn Wochen Bildungs- und Unterhaltungsaktivitäten an 300 Orten im Gazastreifen angeboten. "Es war die größte Ferienaktion, die es jemals gab. Ein voller Erfolg", so die UNRWA-Chefin.
Dieses Jahr wird das Programm noch erweitert. Insgesamt 243.000 Jugendliche sollen die Möglichkeit bekommen, bei den Sommerspielen ihre Kreativität zu entfalten und durch sinnvolle Beschäftigung an Lebensfreude zu gewinnen. Der Beitrag der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) wird die Betreuung und Organisation dieses Programms sicherstellen. Rund 1500 junge PalästinenserInnen werden sich darum kümmern, dass die Sommerspiele wieder zu einem großen Erfolg werden. "Sie sammeln wertvolle Arbeitserfahrung und haben zumindest vorübergehend ein Einkommen, mit dem sie ihre ganze Familie unterstützen können", so Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency, die für die Projektabwicklung der OEZA zuständig ist.
Seit vielen Jahren ist UNRWA mit Sitz in Gaza ein wichtiger Partner der OEZA in den Palästinensischen Gebieten. Sie ist eine der wenigen internationalen Organisationen, die dort noch stationiert sind, und sichert mit ihren Programmen ein Mindestmaß an sozialen Leistungen für die palästinensische Bevölkerung. Kinder und Jugendliche sind von der dramatischen Lage in den Palästinensischen Gebieten besonders betroffen. Burschen zwischen 13 und 18 Jahren sind erstes Rekrutierungsziel militanter Organisationen. Bei Mädchen ist die Verheiratung bereits mit 14 Jahren weit verbreitet.
Die Österreichische Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit (OEZA)
Die OEZA ist die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit Österreichs. Sie unterstützt Länder in Afrika, Asien und Zentralamerika sowie Südosteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese mit Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.
Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Heidi Frank
Tel.: +43 (0)1 90399 2400
E-Mail: heidi.frank(at)ada.gv.at






