
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.
Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development AgencySie investieren in die Märkte der Zukunft?
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Wien, 9. November 2011 - Der UNESCO Weltwissenschaftstag am 10. November macht darauf aufmerksam, welchen wichtigen Beitrag WissenschafterInnen zu nachhaltiger Entwicklung und wirtschaftlichem Fortschritt leisten. Mit dem Hochschulkooperationsprogramm APPEAR stärkt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig Institutionen aus dem Bereich Wissenschaft und Forschung in ihren Partnerländern.
In Entwicklungsländern zeichnet sich seit einiger Zeit ein erfreulicher Trend ab: Die Einschulungsraten von Mädchen und Buben steigen kontinuierlich an. Durch bessere Bildung wächst auch die Chance der Kinder, langfristig der Armut zu entkommen. Ebenso wichtig für den Entwicklungsprozess eines Staates sind neben der Grundschulbildung Wissenschaft und Forschung. Gerade arme Länder haben große Aufgaben zu bewältigen: Ernährungssicherheit und Gesundheitsversorgung sind zu gewährleisten, Rechtsstaatlichkeit zu schaffen oder etwa Weichen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu stellen. Akademische Lehre und Forschung können zeitgemäße Antworten auf diese Herausforderungen bereitstellen: "In der heutigen Wissensgesellschaft sind gut ausgebildete Fachleute notwendig. Ein entsprechend leistungsfähiges Hochschulsystem garantiert die notwendige Qualität der Ausbildung und bietet darüber hinaus auch Möglichkeiten angemessene Forschung zu betreiben", unterstreicht Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
Mit APPEAR (Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development, www.appear.at) unterstützt die Austrian Development Agency seit Frühling 2010 erstmals systematisch die Wissenschaftskooperation mit den Partnerländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Alle österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sind gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen aus dem Süden aufgefordert, Projektvorhaben für dieses Programm zu entwickeln und einzureichen. "Während die Stärkung von Lehre, Forschung und Management an den südlichen Partnerinstitutionen im Mittelpunkt steht, führt das Programm in Österreich zu einer intensivierten Auseinandersetzung mit entwicklungspolitischen Fragestellungen und fördert dadurch den Bereich Forschung für Entwicklung", so Öppinger-Walchshofer.
Derzeit können zum dritten Mal Projekte bei APPEAR eingereicht werden. Elf mehrjährige akademische Partnerschaften werden bereits gefördert, 24 Kooperationen erhielten durch eine sogenannte Anbahnungsfinanzierung Starthilfe. So setzen sich etwa die Universität Wien und die Addis Ababa University in einer akademischen Partnerschaft mit dem Thema Ausbildungs- und Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderung in Äthiopien auseinander. Bei einem umfangreichen Vorhaben zu nachhaltigem Wasser- und Fischereimanagement in Burkina Faso sind insgesamt acht Partnerinstitutionen beteiligt, darunter die Universität für Bodenkultur in Wien und die Universitäten Ouagadougou und Bobo-Dioulasso in Burkina.
Für das fünfjährige Programm stehen rund 10 Millionen Euro zur Verfügung. Der Österreichische Austauschdienst (OeAD) und das Lateinamerika-Institut sorgen für die professionelle Umsetzung von APPEAR. "Ich freue mich, dass dieses neue Programm so gut angenommen wird und wir damit den wissenschaftlichen Dialog national und international stärken können", so ADA-Geschäftsführerin Öppinger-Walchshofer abschließend.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in Afrika, Asien und Zentralamerika sowie Südosteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.
Rückfragen:
Austrian Development Agency (ADA),
die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Heidi Liedler-Frank
Tel.: +43 (0)1-90399-2400
heidi.liedler-frank(at)ada.gv.at
www.entwicklung.at