Grenzenlos sauberes Wasser
Grenzüberschreitendes Wassermanagement im Zentrum des Weltwassertages. Österreich liefert Know-how.
Wien, 19. März 2009 - Der diesjährige Weltwassertag am 22. März steht im Zeichen grenzüberschreitender Wasservorkommen. Für eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern gibt es aber keinen freien Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) setzt sich für eine dauerhafte Verbesserung dieser dramatischen Situation ein.
Weltweit gibt es 263 Flüsse und Seen, die Landesgrenzen überschreiten und die Territorien von 143 Staaten berühren. Gibt es genug Wasser, ist das kein Problem. In vielen Regionen unserer Erde herrscht jedoch Wassermangel, was eine enge Zusammenarbeit der Betroffenen erfordert. "Know-how und der richtige Einsatz des Gelernten sind Schlüssel für nachhaltiges Wassermanagement", ist Brigitte Öppinger-Walchshofer, Leiterin der Austrian Development Agency, der Agentur der OEZA, überzeugt. "Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hat viel Erfahrung im Wassersektor und fördert Ausbildung und Wissenstransfer in den Partnerländern."
Wasserexpertise am Viktoriasee
Der Viktoriasee im Osten Afrikas ist Wirtschaftszentrum und Wasserspender des Dreiländereckes Tansania, Kenia und Uganda. Ein hohes Bevölkerungswachstum und die damit einhergehende Umweltbelastung gefährden jedoch seinen Bestand. Hervorragend geschulte afrikanische WissenschafterInnen treten diesem Problem entgegen. Ihre Ausbildung haben sie im Rahmen des International Post-Graduate Training Programme in Limnology (IPGL) erhalten. Von Österreich ausgehend wird dieser Lehrgang zur Bewahrung und nachhaltigen Bewirtschaftung von Gewässern partnerschaftlich mit Hochschulen in Afrika durchgeführt.
Wasser auch Mangelware in Europa
Ein laufendes OEZA-Projekt in Moldau zeigt, wie prekär die Versorgungssituation selbst in Europa sein kann. Im Jahr 2006 wurden die rund 7.000 Einwohner des Städtchens Cantemir maximal vier Stunden täglich mit Wasser schlechter Qualität versorgt. Auch die Abwasseranlagen der Stadt befanden sich in desolatem Zustand. "In so einem Fall ist es natürlich wichtig, fehlende oder kaputte Infrastruktur aufzubauen", sagt Hans Schattauer, Wasserexperte der Austrian Development Agency. "Erfolgreich kann ein Projekt aber nur dann sein, wenn alle Partner vor Ort von Beginn an in die Maßnahmen eingebunden werden." Österreich leistet Hilfe zur Selbsthilfe: Gemeinsam mit der Gemeinde Cantemir wurde eine Wasseraufbereitungsanlage gebaut, notwendige Leitungen installiert, Institutionen und Betreiber ausgebildet und somit die Wasserversorgung der ganzen Stadt gesichert.
Österreich setzt Akzente
Jährlich investiert die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit zwischen neun und zehn Millionen Euro in den Bereich Wasser und Siedlungshygiene auf vier Kontinenten. Daneben setzt Österreich aber auch politisch starke Akzente rund ums Wasser. Gemeinsam mit der Republik Kongo leitet Österreich derzeit die Africa Working Group der "Europäischen Wasser Initiative" (EUWI). Erklärtes Ziel dieser Initiative ist durch eine enge Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten mit Afrika die nachhaltige Wasserwirtschaft zu stärken.
Fotos: http://www.entwicklung.at/projektbeispiele/bildergalerie.html
Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency (ADA)
Das Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Heidi Liedler-Frank
Tel.: +43 (0)1 90399-2400
Mail: heidi.liedler-frank@ada.gv.at






