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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

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Entwicklungszusammenarbeit auf höchstem Niveau: Hochschulen in Nord und Süd kooperieren

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) investiert verstärkt in Hochschulkooperationen mit südlichen Partnerländern


Wien, 2. Dezember 2009 - "Ein effizientes Hochschulsystem spielt eine entscheidende Rolle für den Entwicklungsprozess eines Landes", unterstreicht Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. "Daher fokussieren wir uns auf die Stärkung von Bildungsinstitutionen sowie Wissenschafts- und Forschungskapazitäten." Kern eines mit Dezember 2009 startenden Programms sind Hochschulkooperationen zwischen österreichischen Einrichtungen und Einrichtungen in den OEZA-Schwerpunktländern des Südens.

 

Stipendien allein sind zu wenig

Gut ausgebildete Menschen sind der Motor für die nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Sie decken den Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften und sind bestens für die Erfordernisse der globalen Wissensgesellschaft gerüstet. Ihre Ausbildung ist wichtig, Einzelförderungen wie Stipendien allein sind jedoch nicht ausreichend, um die Leistungsfähigkeit von Bildungs- und Forschungsinstitutionen zu verbessern. Eine wesentliche Rolle im Entwicklungsprozess eines Landes kommt dessen Hochschulsystem zu.


"Ein funktionierendes Hochschulsystem kann dazu beitragen, dass gut ausgebildete Fachkräfte im Land bleiben, da die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit gewährleistet sind", erläutert Elisabeth Förg, Bildungsexpertin der Austrian Development Agency. "Durch das hohe und internationalen Kriterien entsprechende Ausbildungsniveau wird im Land selbst ein Bildungsangebot geschaffen, das nicht nur einigen wenigen, sondern vielen Menschen offen steht."

 

Hochschulkooperation der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit

Das mit Dezember 2009 startende Programm der OEZA ist für die nächsten drei Jahre mit 6 Millionen Euro dotiert. Die geförderten Hochschulpartnerschaften werden maßgeblich zur Steigerung der Qualität in Lehre und Forschung an den beteiligten Unis beitragen, das Management und die Verwaltung der Einrichtungen effektiver machen und den wissenschaftlichen Dialog national und international forcieren. Diese Zusammenarbeit wird aber nicht nur für die südlichen Partner von Nutzen sein. Für Österreich erbringt diese neue Form der Kooperation wertvolle Impulse für den Bereich der Entwicklungsforschung. Durchgeführt wird das Programm vom Österreichischen Austauschdienst (OeAD) und dem Österreichischen Lateinamerika-Institut (LAI).

 

Erfolgreiche Projekte als Vorbild

Bei der konkreten Ausgestaltung des Programms kann auf langjährige Erfahrungen zurückgegriffen werden: Das Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften kooperiert zum Beispiel seit vielen Jahren erfolgreich mit der Egerton Universität in Kenia und dem UNESCO-IHE Institute for Water Education in Ostafrika. Afrikanische WissenschafterInnen lernen in einem Post-Graduate-Lehrgang, mit der Ressource Wasser nachhaltig und verantwortungsvoll umzugehen. So sollen die Ressourcen von ökologisch bereits stark beeinträchtigten Gewässern wie dem Viktoriasee im Dreiländereck Tansania, Kenia und Uganda auch für zukünftige Generationen gesichert werden. Das Ausbildungsprogramm findet zu gleichen Teilen in den Niederlanden, Kenia und Österreich statt. Die OEZA unterstützt diese erfolgreiche Kooperation.

 

Rückfragehinweis:
Informationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Austrian Development Agency
Mag. Heidi Liedler-Frank
Tel.: +43 (01) 90399-2400
Mail: heidi.liedler-frank@ada.gv.at