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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
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In Menschen investieren

Staatssekretär Waldner setzt sich für ein Umdenken in der globalen Entwicklungspolitik ein.

 

Wien - Staatssekretär Wolfgang Waldner plädierte im Rahmen einer Veranstaltung der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, zum Thema "Hunger Macht Konflikt" für eine globale Strukturpolitik, um Hungerkatastrophen wie derzeit in Ostafrika vorzubauen. "Die Gründe für die Ernährungsunsicherheit, der wir gegenüberstehen, sind vielfältig und greifen ineinander. Zahlreiche ExpertInnen sind sich einig, dass in der internationalen Zusammenarbeit Wege verfolgt wurden, die sich als falsch herausgestellt haben. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hingegen hat entgegen internationalen Trends schon frühzeitig und konsequent ländliche Entwicklung, insbesondere die biologische und kleinbäuerliche Landwirtschaft gefördert. Zusätzlich zu einer gezielten Entwicklungszusammenarbeit müssen wir im Rahmen einer globalen Strukturpolitik Bedingungen für nachhaltige menschliche Entwicklung weltweit schaffen", so der Staatssekretär in seinem Eröffnungsstatement in der Diplomatischen Akademie in Wien.


Österreich hat vor anderen Staaten und Akteuren deutliche Akzente im Bereich Ernährungssicherheit gesetzt. "Dort, wo die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit seit vielen Jahren die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern unterstützt - zum Beispiel in der Region Nordgondar in Äthiopien oder aber auch in Teilen Mosambiks - haben wir keine Hungersnöte mehr", ergänzte Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency. Das Ziel der Entwicklungszusammenarbeit, die Ernährungssouveränität der BäuerInnen zu sichern - durch verbessertes Saatgut, Weiterbildung in Anbaumethoden und viele andere Maßnahmen - sei machbar.

 

Ernährungssicherheit kann erreicht werden, wenn in den ländlichen Raum, aber vor allem in die Menschen, die dort leben, investiert wird. So lautet eine der Visionen guter Entwicklungszusammenarbeit, die Menschenrechtsexperte Michael Windfuhr präsentierte. Bei der Lösung des vielschichtigen Problems Ernährungsunsicherheit, der ungleichen Nahrungsmittelverteilung weltweit, dürfe daher auf Maßnahmen auf Haushaltsebene nicht vergessen werden, so Windfuhr, stellvertretender Leiter des Deutschen Instituts für Menschenrechte: "Natürlich muss dabei in die Menschen direkt investiert werden - Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für die BäuerInnen vor Ort sind immens wichtig. Ebenso Investitionen in Nachhaltigkeit". Ernährungssicherheit sei nicht zuletzt immer auch ein Machtthema, erinnerte Petra Gruber, die Leiterin des interdisziplinären Forschungsinstituts für Entwicklungszusammenarbeit in Gmunden. "Ernährungssicherheit hängt nicht nur mit der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln zusammen, sondern auch mit dem Zugang zu selbigen", so Gruber. Gerade Frauen seien oft die Hauptleidtragenden in Hungerkrisen, betonte Gertrude Klaffenböck, Sektionsleiterin von FIAN (Food First Information and Action Network). "Frauen zählen oft zu den marginalisierten Gesellschaftsgruppen. Sie haben oft weder Zugang zu Nahrungsmitteln noch das Recht, Land zu besitzen", erläutert Klaffenböck.

 

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika, Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.


Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency (ADA),
die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Heidi Liedler-Frank
Tel.: +43 (0)1 90399-2400
heidi.liedler-frank@ada.gv.at