
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.
Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development AgencySie investieren in die Märkte der Zukunft?
Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.
Wien, 17. Juni 2008 - "Wenn wir die Nahrungsmittelkrise und die Armut auf dieser Welt bekämpfen wollen, dann müssen wir auch unser Engagement gegen die fortschreitende Wüstenbildung verstärken. Nur so kann die Ernährung der Bevölkerung in Entwicklungsländern auf Dauer sichergestellt werden", so Außenministerin Ursula Plassnik zum Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre am 17. Juni.
Durch den Fortschritt der Desertifikation gehen von Jahr zu Jahr wertvolle Ackerböden verloren. Fast drei Viertel der landwirtschaftlich genutzten Flächen in den trockeneren Gebieten Afrikas können wegen Austrocknung nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. "Die voraussichtlichen Auswirkungen des Klimawandels wird die Wüstenbildung in den meisten dieser Gebiete weiter verschärfen und die zerbrechliche Existenz der betroffenen Menschen zusätzlich gefährden", so Plassnik. Auch die Kosten, die durch Wüstenbildung entstehen, sind für die betroffenen Länder eine große Belastung. Studien besagen, dass der Wirtschaft jährlich mehr als 40 Milliarden US-Dollar durch den Verlust von Produktionsflächen entgehen.
"Für die ländliche Bevölkerung in Entwicklungsländern bedeutet die Unfruchtbarkeit des Bodens nicht nur wirtschaftliche Einbußen, sondern oft auch Hunger", so die Außenministerin. Über 70 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländern sind von der Landwirtschaft abhängig. "Der Einsatz für nachhaltige Entwicklung, die der Wüstenbildung trotzt und die landwirtschaftliche Produktion stärkt, ist daher wichtiger als je zuvor. Österreich leistet hier im Rahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit konkrete Beiträge", so Plassnik. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA ) legt bei ihren Projekten in Partnerländern wie Burkina Faso, Senegal, Äthiopien und Mosambik besonderen Wert auf die Verhinderung von Erosion und die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. "Produktivitätssteigerung kann nur Hand in Hand mit der Stärkung und dem Schutz der kostbaren Ressource Boden gehen", so die Außenministerin.
Auf internationaler Ebene ist Österreich eines der 193 UNO-Mitglieder, die das Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung unterzeichnet haben. "Wir brauchen langfristige, soziale und wirtschaftliche Strategien. Nur so können wir mit den betroffenen Ländern den Kampf gegen Wüstenbildung und Armut aufnehmen. Schließlich tragen alle Länder gemeinsam die Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung unseres Planeten", so Plassnik.
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
E-Mail: abti3(at)bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at
http://www.bmeia.gv.at