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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.weitere öffentliche Akteure >>

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Spindelegger zum Welternährungstag 2009: "Internationale Zusammenarbeit und beharrlicher Einsatz notwendig"


Wien, 15. Oktober 2009 - "Ausreichende Ernährung für alle Menschen ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Durch die Finanzkrise sind die Rahmenbedingungen schwieriger geworden. Hohe Preise und Naturkatastrophen verschärfen die Nahrungssituation zunehmend. Wir müssen uns daher noch mehr am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren und innovative Ansätze zur Ernährungs­sicherheit entwickeln", so Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober und des Internationalen Tages zur Beseitigung von Armut am 17. Oktober. Die Welternährungslage ist kritisch: Nach Angaben der FAO, der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen, ist die Anzahl hungernder Menschen im Jahr 2009 um 105 Millionen angestiegen, etwa 1,2 Milliarden sind unterernährt. Etwa die Hälfte davon sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern.

 

"Hunger hat im 21. Jahrhundert viele Ursachen. Er ist häufig ein Problem von Verteilung und mangelndem Zugang. Millionen Menschen sind vom Nahrungsmittelmarkt praktisch ausgeschlossen", so Spindelegger. Hinzu kommen die konstant hohen Preise für Grundnahrungsmittel und der hohe Ölpreis, der den Einkauf von Betriebsmitteln, die Produktion, Weiterverarbeitung und den Transport für die Landwirtschaft verteuert. Viele Bauern und Bäuerinnen können sich diese Investitionen nicht mehr leisten. Darüber hinaus führen die Auswirkungen des Klimawandels wie Naturkatastrophen, Schädlingsbefall, Dürre und Überschwemmungen immer öfter zu hohen Ernteausfällen, die die Ernährung der Bevölkerung zusätzlich gefährden.

 

Um Ernährung dauerhaft zu sichern und Armut zu verringern braucht es internationale Zusammenarbeit, besonders in den Bereichen Kapazitätsentwicklung, angewandte Forschung und landwirtschaftliche Beratung. Für die Projekte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit sind die Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit und sozialen Gerechtigkeit von besonderer Bedeutung: "Unsere Programme orientieren sich an den unmittelbaren Bedürfnissen der Bevölkerung. Nur auf diese Weise können wir etwa in Mosambik, Nicaragua oder Äthiopien kleinbäuerliche Familien dabei unterstützen, Landwirtschaft nach ökologisch-nachhaltigen Maßstäben zu betreiben. Auch ein gleichberechtigter Zugang zu Land, vor allem für Frauen, und eine nachhaltige Landnutzungsplanung tragen zu einer Verbesserung der Situation bei", so der Außenminister. "Nur durch gemeinsamen beharrlichen Einsatz können wir dem Hunger in der Welt wirksam begegnen - auch und gerade in Krisenzeiten."

 

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550, 3739
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
mailto:abti3(at)bmeia.gv.at
http://www.bmeia.gv.at