Werkzeuge für wirksame Entwicklungszusammenarbeit
Das Jahrestreffen des Practitioners' Network European Development Cooperation fand dieser Tage unter Vorsitz der Austrian Development Agency (ADA) in Wien statt. Ziel der Konferenz war, durch den Austausch von Informationen, Erfahrungen und gemeinsamen Projekten die Wirksamkeit und Effizienz von Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen. Österreich übernahm dabei die Vermittlerrolle zwischen großen und kleinen europäischen Entwicklungsagenturen.
Wien, 24. April 2008 - Mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 15 EU-Mitgliedsstaaten waren zur Jahresversammlung des Practitioners' Network for European Development Cooperation am 21. und 22. April in Wien gekommen. "Das Netzwerktreffen von rund 30 europäischen Organisationen, die sich mit Entwicklungszusammenarbeit beschäftigen, war ein voller Erfolg", freut sich die Geschäftsführerin der Austrian Development Agency (ADA) Brigitte Öppinger-Walchshofer.
Politische Grundsätze auf den Boden der Realität holen
"Es konnten bei dieser Konferenz konkrete Informationen und Erfahrungen zum Thema wirksame Entwicklungszusammenarbeit ausgetauscht werden", so Netzwerk-Mitinitiator Robert Zeiner, Abteilungsleiter für internationale Programme und Projekte in der Austrian Development Agency, dem Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). "Politische Grundsätze der Entwicklungszusammenarbeit wie Harmonisierung oder Anpassung werden durch das Netzwerk auf den Boden der Realität gebracht", erklärt Robert Zeiner, der vor allem den praxisnahen Zugang der informellen Plattform schätzt. Mit dem Practitioners' Network for European Development Cooperation würden bereits bestehende Kooperationen verstärkt und neue Möglichkeiten überlegt, um den EU-Verhaltenskodex über Arbeitsteilung zu verwirklichen.
Die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen sei eine große Herausforderung für Entwicklungsorganisationen, betonte Jan Cedergren, Leiter der OECD DAC Working Party on Aid Effectiveness in seiner Rede: "Angesichts der großen Aufgaben, die auf uns warten, dürfen wir uns aber nicht entmutigen lassen, sondern müssen die politisch wichtigen und akkordierten Anliegen mit optimistischem Engagement verfolgen." Auch Luc Bagur von EuropeAid als Vertreter der Europäischen Kommission sprach in der Konferenz in Wien über inhaltliche Weichenstellungen und konkrete Maßnahmen im Hinblick auf eine Steigerung der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit.
Österreich übernimmt Vermittlerrolle
In speziellen Arbeitsgruppen wurde dann zu den Bereichen institutionelle und personelle Entwicklung, Klimawandel/Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Arbeitsteilung sowie Qualitätssicherung diskutiert. Neu entstanden ist die Arbeitsgruppe "Zivilgesellschaft". Es sei wichtig, die Kooperation mit Nichtregierungsorganisationen in Partnerländern zu verstärken, betont Zeiner, der sich auch über die Vermittlerrolle der ADA auf der Konferenz freute: "Österreich kann eine Art Dolmetschfunktion zwischen großen europäischen Entwicklungsagenturen und kleineren Organisationen einnehmen. Und das ist gut so, denn wirksame Entwicklungszusammenarbeit braucht eine intensive Vernetzung. Nur durch die Abstimmung von Programmen und Strategien sowohl mit Partner- als auch mit anderen Geberländern können wir noch effektiver helfen."
Neue EU-Mitgliedsstaaten aktiv
Besonders erfreulich sei auch, dass viele neue EU-Mitgliedsstaaten Vertreterinnen und Vertreter in das Praktiker-Netzwerk entsenden und damit wichtige Rollen in der europäischen Entwicklungszusammenarbeit besetzen, so Zeiner. Die Czech Development Agency wird die nächste Präsidentschaft übernehmen und damit die Jahresversammlung 2009 ausrichten.
Weitere Informationen unter: www.dev-practitioners.eu
Rückfragen:
Informationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Austrian Development Agency
Mag. Heidi Frank
Tel.: +43 (01) 90399-2400
E-Mail: heidi.frank(at)ada.gv.at






