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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.weitere öffentliche Akteure >>

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Zivilgesellschaft nimmt Regierungen in die Pflicht

Entscheidungen auf Gemeinde- oder Landesebene haben für die Bevölkerung unmittelbare Auswirkungen. Die Aufgaben und Chancen der Zivilgesellschaft durch die Anforderungen einer neuen Architektur der Entwicklungszusammenarbeit diskutieren internationale ExpertInnen am Montag in Wien.


Wien, 21. Jänner 2009 - Ein außergewöhnliches Seminar für DorfbewohnerInnen in Uganda: Eine Vertreterin des "Uganda Debt Network" (UDN) hält eine Schulung zum Thema "Gemeindebudget". Über ein landesweites Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Organisationen schaut UDN den BürgermeisterInnen nun genauer auf die Finger. Ein Prozess, der so manchem örtlichen Machthaber ein Dorn im Auge ist. Ein Prozess, der im Kampf gegen Korruption extrem wichtig ist. Wie Rechenschaftspflicht gegenüber der eigenen Bevölkerung (Social Accountability) in der Praxis eingefordert wird, darüber berichtet die langjährige UDN-Mitarbeiterin Pauline Apolot am Montag, 26. Jänner 2009, im Rahmen der international besetzten Diskussionsveranstaltung "Civil Society and Social Accountability" in der Diplomatischen Akademie. Der Einladung zur Podiumsdiskussion folgten neben Apolot auch Paolo de Renzio von der London School of Economics, Lena Ingelstam von der schwedischen Entwicklungsagentur SIDA und Liz Steele von Care International.

 

Die Rolle des Staates in neuem Licht

"Dem Konzept von 'Social Accountability', also wie die Zivilgesellschaft ihre lokalen und nationalen Regierungen in die Verantwortung nimmt, kommt in der Entwicklungszusammenarbeit eine immer wichtigere Rolle zu", betont Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency (ADA), des Unternehmens der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die moderne Entwicklungsarchitektur stellt damit Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen für die Zivilgesellschaft, insbesondere für Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Süden wie im Norden, dar. Vor allem seit die "Pariser Erklärung" zur entwicklungspolitischen Leitwährung erhoben wurde und Instrumentarien wie Budget- und Programmhilfen an Bedeutung gewinnen, rückt die Rolle des Staates und sein Verhältnis zu den BürgerInnen in ein neues Licht. Dieser Weg braucht verstärktes Engagement der Parlamente, Medien und Zivilgesellschaft.

 

Möglichkeiten und Herausforderungen für die Zivilgesellschaft

Über die Herausforderungen und Auswirkungen der neuen Entwicklungsarchitektur auf zivilgesellschaftliche Organisationen im Süden und im Norden diskutieren internationale ExpertInnen am 26. Jänner 2009 in der Diplomatischen Akademie. Fragen wie: Welche Möglichkeiten sehen Nichtregierungsorganisationen in ihren veränderten Rollen? oder Wie wird demokratische Beteiligung gefördert? werden im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Austrian Development Agency (ADA) und dem Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) organisiert und findet im Rahmen der ADA-Veranstaltungsreihe DIALOGENTWICKLUNG statt.

 

Podiumsdiskussion (in englischer Sprache)
Datum: 26. Jänner 2009, 18.30 bis 20.30 Uhr
Ort: Diplomatische Akademie, Favoritenstr. 15a, 1040 Wien


Pressegespräch mit Pauline APOLOT (Uganda Debt Network)
Datum: 26. Jänner 2009, 10.00 bis 11.00 Uhr
Ort: VIDC, Möllwaldplatz 5/3, 1040 Wien
Kontakt: Elfriede Schachner, Tel.: +43 (0)1 713 35 94- 80,
E-Mail: schachner(at)vidc.org


Rückfragehinweis:
Informationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Austrian Development Agency
Mag. Manuela Gutenbrunner
Tel.: +43 (0)1 90399-2412
E-Mail: manuela.gutenbrunner(at)ada.gv.at